Seit 40 Jahren trifft sich Club „Unger uns“ jeden Monat

Von: hfs.
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Heinz Rhein (2.v.l.) und Rudi Hoffmann (r.) gehören nicht nur zu den Gründungsmitgliedern der BSG Forschungszentrum, sondern sie initiierten vor 40 Jahren auch den Kegelclub „Unger uns“, der aus einer Sportfreundschaft heraus entstand, die bis heute Bestand hat. Foto: hfs.

Jülich. Manche Sportfreundschaft hält ein Leben lang. Dies trifft zweifelsfrei auf die Frauen und Männer zu, die sich seit exakt 40 Jahren einmal im Monat in der Gaststätte „Bastei“ in Jülich zum zwanglosen Beisammensein treffen.

„Notgedrungen“, sagt Heinz Rhein aus Stetternich, „denn den Ursprungsgedanken, zusammen zu kegeln, mussten wir altersbedingt drangeben. Aber nicht das gesellige Miteinander“, sagt der Ruheständler, der mit zu den Gründungsvätern der Betriebssportgemeinschaft Forschungszentrum Jülich gehört, aus dem heraus sich der Freundeskreis ursprünglich gegründet hat.

Man schreibt den 22. Mai 1973. Die damals schon zum BSG-Vorstand gewählten Heinz Rhein und Rudi Hoffmann erhalten mit ihren Vorstandskollegen die Nachricht, dass die von ihnen beantragte Eintragung in das Vereinsregister als „Betriebssportgemeinschaft Kernforschungsanlage Jülich 1963“ Rechtskraft erreicht hat.

„Es war für uns alle eine erlösende Nachricht“, blickt Rhein zurück, der mit zu den Gründern der BSG gehörte, die am 27. März 1963 aus der Taufe gehoben worden war. Zehn Jahre später, nachdem eine neue Satzung erarbeitet worden war, man mit der Nummer 239 im Vereinsregister geführt wurde, wurde beschlossen, anlässlich des zehnjährigen Bestehens eine Sportwoche durchzuführen, bei der sich alle bestehenden Sportgruppen mit den von ihnen betriebenen Sportarten in der Öffentlichkeit präsentieren sollten.

„Es wurde ein großer Erfolg. Wenn man so will, war dieses Sportfest der Vorläufer zur 1. Atomiade, bei der 13 Forschungszentren aus sechs Nationen und 540 Teilnehmer dabei waren“, erinnern sich Heinz Rhein und Rudi Hoffmann. Die hielten allerdings an der Idee fest, die sich durch die stetige Zusammenarbeit entstandenen Freundschaften zu vertiefen und weiter fortzuführen.

„Was lag da näher, als einen Kegelclub zu gründen?“, lacht Rhein. Vor allen Dingen auch deshalb, weil sich abzeichnete, dass durch anstehende Neuwahlen in der Betriebssportgemeinschaft der amtierende Vorstand durch Neuwahlen nicht mehr in der Zusammensetzung fortgeführt würde. „Wir haben uns dann den Namen „Unger uns“ gegeben, sind mit unseren Ehefrauen regelmäßig kegeln gegangen“, nahm laut Rhein der „Club“ genau am 29. September 1976 seinen Anfang, der bis auf den heutigen Tag besteht.

Inzwischen sind bereits einige der Kegelschwestern und -brüder verstorben. Aber dies führte nicht zum Ende des aus einer Sportfreundschaft heraus entstandenen Zusammenhalts. Im Gegenteil: „Wir freuen uns immer wieder, wenn wir uns am letzen Freitag im Monat in der Bastei treffen können“, ergänzt Wilma Hinßen, deren Ehemann ebenfalls mit zu den Gründervätern der BSG gehörte, Jahre lang den Vorsitz inne hatte und wegen seiner zahlreichen Verdienste zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Er ist am 1. Oktober 2014 verstorben.

Dass sich die Mitglieder auch heute noch, 40 Jahre nach dem ersten Kegeln im Kronenhof in Stetternich, noch recht gerne an den „lebhaften Abend“ damals erinnern, spricht für sich. Das gilt ebenso für die Wehmut, die aufkam, als feststand, dass man mangels ausreichender Teilnehmerzahl das Kegeln einstellen musste. „Dies war am 21. April 2009, wir waren damals in der Weinstube“, berichtet Heinz Rhein.

Der berichtet weiter, dass die Runde seither aber jeden Monat den Stammtisch in der Bastei aufsucht. Es gibt natürlich keine Tagesordnung, man klönt, diskutiert und isst zusammen, redet natürlich auch über die alten Zeiten, als die gemeinsamen Kegelausflüge oder die Silvesterfeiern zu den Glanzpunkten des Vereins „Unger uns“ gehörten.

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