Science College Overbach: Ausblick auf Ingenieurkarrieren in NRW

Von: ptj
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Erstes MINT-Forum im Science College Overbach: Der Saal ist voll besetzt, auch mit Pennälern benachbarter Schulen. Foto: Jagodzinska

Barmen. Mit „Ingenieurkarrieren in NRW” hat das Science College Overbach seine Veranstaltungsreihe „MINT-Dialog” gestartet: Mit Blick auf die frühzeitige Orientierung zu „Berufsfeldern mit Zukunfschancen” bietet das College ein Forum für den persönlichen Austausch zwischen Jugendlichen und Unternehmensvertretern.

Die Auftaktveranstaltung gestaltete der Automobilkonzern Ford, der seit 1994 in Aachen forscht.

Das gut dreistündige Forum startete mit einer Einführung in die Marktposition des international tätigen Konzerns und die Forschungen im Aachener Zentrum: Dort arbeiten laut Dr. Andreas Schamel 250 Mitarbeiter aus 15 Nationen an der ökologisch verträglichen Mobilität.

Weitere Schwerpunkte sind Fahrdynamik, aktive Sicherheitssysteme, Materialforschung und neue Technologien für den Fahrzeuginnenraum. „Ohne Forschung wäre kein Bedarf für hochqualifiziertes Personal”, betonte Schamel.

Die Schüler von Haus Overbach und benachbarten Schulen ließ ein Satz aufhorchen: „Fast eine Arbeitsplatzgarantie hat derjenige, der ein "E" in seinem Studiengang hat, z.B. Elektroingenieur.”

Die breit gefächerten Einsatzmöglichkeiten ergaben sich aus der Vorstellung diverser Berufsbilder bei Ford. Sieben Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen legten in Kurzreferaten ihren Werdegang dar und stellten Chancen vor.

Birgit Kendziora (Aus- und Weiterbildung, Köln) legte ihren Schwerpunkt aufs duale Studium bei Ford, besonders auf den Studiengang „do2technik”: Der Automobilkonzern finanziert unter anderem die Ausbildung in viereinhalb Jahren zum Industriemechaniker in Verbindung mit dem Studiengang Maschinenbau oder die Kombination Elektrotechniker und Studium der Elektrotechnik. Voraussetzung ist ein Abischnitt von mindestens 2,5.

Wie Dipl.-Ing. Marco Dimitri später betonte, sind nicht nur Methoden- und Fachkompetenz wichtig, die vor allem durch betriebliche Weiterbildung erreicht werden. Die sozialen Fähigkeiten sind unerlässlich, denn „im Konzern wird Teamarbeit geleistet, und die muss man lernen. Da gab oder gibt es Nachholbedarf”.

Für das Schülerpublikum besonders interessant waren die Tipps der jungen Ingenieurin Inge Wemeyer, die durch ein Stipendienprogramm für Frauen zu Ford kam und ermutigte: „Es gibt viele Möglichkeiten, Seminare zu besuchen und Firmen zu besichtigen.” Ein Auslandsjahr solle „niemand verpassen” und Englisch sei als Verkehrssprache „unglaublich wichtig”. In der Industrie werde zudem geschätzt, wenn ein Bewerber ein Semester länger studiert „und dafür mehr nebenher gemacht und Persönlichkeit entwickelt hat”.

„Welche Möglichkeiten bietet Ford für Frauen mit Beruf und Familie?, lautete eine Frage in der abschließenden Runde. „Eine eigene Betriebskindertagesstätte in Köln sowie flexible Arbeitszeitmodelle”, sagte Dimitri. Birgit Kendziora empfahl: „Sucht das aus, was Euch Spaß macht!”
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