Schwarz-Weiß verlief die Vereinsgeschichte

Von: ptj
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Die Träger der Vereinsnadeln in Gold und Silber des FC Schwarz-Weiß Titz auf einen Blick. Foto: Jagodzinska

Titz. Das schönste Geschenk zum 90-jährigen Bestehen des Titzer Sportvereins FC Schwarz-Weiß 1919 war eine Fotodokumentation des Titzer Geschichtsvereins, wie am regen Interesse beim Festkommers im Pfarrjugendheim unschwer zu erkennen war.

Lebhaft diskutierten Gäste die Namen der auf den Schwarzweißfotos Abgebildeten und baten schließlich darum, sie zu verlesen. Dieser Bitte kam Ehrenvorsitzender Willi Flücken gerne nach.

Wie seinem Vortrag zu entnehmen war, kam es auf Initiative von Josef Schiffer am 16. Juni 1919 in der Titzer Gaststätte „Emunds” zur Gründungsversammlung mit 30 Personen. Schiffer wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt. „Tracht und Schuhe mussten selbst gekauft werden, der Verein kaufte einen Fußball.” Der war, wie damals üblich, „mit Lederriemen geschnürt”, ließ Flücken alte Zeiten aufleben.

Schwierige Spielfeldsuche

Ferner bedurfte es zur Vereinsgründung in der französischen Besatzungszeit einer Genehmigung und nicht zuletzt eines Spielfelds. Zunächst musste eine schwierig zu bespielende Wiese an den Meerhöfen herhalten. Es folgten Plätze auf dem Acker, am Wasserturm und an der Düppelsmühle. „Trotzdem wurden harte Kämpfe ausgetragen”. Aufgrund fehlender Dokumente liegt der Schluss nahe, dass das Vereinsleben von 1926 bis 1931 und erneut ab 1941 ruhte.

Eine neue Mannschaft, die „sehr schönen und guten Fußball spielte” bildete sich 1947 mit Heimkehrern aus der Kriegsgefangenschaft. Nach erneuter Ruhezeit lebte der FC 1956 mit einer ersten Mannschaft, einer Reserve- und einer Jugendmannschaft wieder auf, 1960 kam eine Altherren-Mannschaft hinzu.

„Immer für den Verein da” waren unter anderem Betreuer Anton Muckel, Geschäftsführer Hermann-Josef Franken mit seiner Frau, die die Kasse führte, und Paul Küpper. Sein Verdienst war ein reges Leben der Jugendabteilung. Unter anderem nahmen 48 Nachwuchsmannschaften an einem mehrtägigen Pfingstturnier teil.

90 Jahre FC bezeichnete Vorsitzender Wolfgang Vaupel im Vergleich zum 100-Jährigen benachbarter Vereine ebenfalls als „stolze Zahl”. Gleichzeitig mit dem FC feierte Vaupel seinen Geburtstag. „Freundschaft und Kameradschaft haben den Verein mit Herzblut hochgehalten”, betonte er und ließ es sich nicht nehmen, das „Ave Maria” zum Gedenken an die verstorbenen treuen Mitglieder abzuspielen.

„Fußball ist nicht immer ein Sommermärchen”, zollte der stellvertretende Bürgermeister Dieter Tambour der „guten geleisteten Arbeit höchsten Respekt”. Tambour, der den in Kur befindlichen Schirmherrn Josef Nüßer vertrat, ist selbst seit mehr als 30 Jahren aktives Vereinsmitglied. Der Titzer Ortsvorsteher Norbert Schiffer, der ab 1971 selbst zur Jugendmannschaft zählte und sich an Spiele wie „Dorf gegen Landstraße” erinnerte, benannte ein zweites Jubiläum des Gastgebers: Der Sportverein ist zum 25. Mal Ausrichter des Wettbewerbs „Unser Dorf spielt Fußball”.

„Glück auf” wünschten schließlich Ortsvereine und Ehrengäste dem Jubilar, dessen Vereinsfarben Schwarz-Weiß „für Höhen und Tiefen stehen”.
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