Jülich - Schwanenteich macht seinem Namen Ehre

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Schwanenteich macht seinem Namen Ehre

Von: jago
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Hexenturm-Ordensträger Martin Marquardt löste sein Versprechen ein und setzte mit Lazarus-Präsident Hein Ningelgen zwei schwarze Schwäne in den Schwanenteich ein. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Der natürliche Ursprung des schwarzen Schwans ist Australien“, räumte Hein Ningelgen im Vorfeld gehörte Bedenken zur Umsiedlung zweier Prachtexemplare aus dem Brückenkopfzoo in den Schwanenteich im Herzen der Stadt aus.

Als der Kleintransporter mit Zoopfleger Harry Fischer und der Transportbox im Laderaum, eskortiert von einem Polizeifahrzeug, an sein Ziel erreichte, hatten sich bereits viele Jülicher am neuen Domizil der Vögel eingefunden, um dem fast schon historischen Moment beizuwohnen.

Damit das Geschenk des aktuellen Hexenturm-Ordenssträgers Martin Marquardt würdig in Empfang genommen würde, war auch eine beträchtliche Abordnung der „Lazarusjünger“ vor Ort angetreten. Bevor die stolzen Schwäne zu Wasser gelassen wurden, erinnerte Stifter Martin Marquardt daran, dass mit der Wahl von schwarzen Gefiederträgern an eine Tradition angeknüpft werde, da die vor langer Zeit verschollenen letzten Bewohner dieser Art ebenfalls schwarz gewesen seien.

Seine Aktion solle auch andere Mitbürger ermutigen, zur Steigerung der Attraktivität ihrer Heimatstadt beizutragen, denn: „Wenn Du willst, dass was passiert, dann mach es selbst.“

Schwäne halten Schnäbel im Zaum

Der große Moment vollzog sich zur Freude der Besucher auf der Wiese und vieler Schaulustiger rund um den Teich problemlos und verletzungsfrei, da die einjährigen Hauptakteure sich offensichtlich wohl fühlten, als sie aus ihrem Behälter befreit wurden und auf jegliche Art von Schnabelattacken verzichteten.

Insbesondere Lazarus-Präsident Ningelgen schien den professionellen Schwan-am-Hals-Pack-Griff geübt zu haben, als er und Marquardt im Gleichschritt die restlichen Meter zum Wasser mit den Schwänen im Arm zurücklegten und die Vögel unter lautem Beifall in das Nass entließen. Wie es Art der Schwäne ist, nahmen die beiden Tiere ihr neues Refugium sogleich in Besitz, drehten ihre erste Erkundungsrunde und tauchten ihre langen Hälse in die Tiefen, um auch den Unterwasserbereich zu inspizieren.

Gemeinsam mit „Bernd Pfläumchen“ an Gitarre und Mikrofon ließen die Anwesenden zu Ehren der Stadt, des Lazarusbrauchtums und der Schwäne das „Schwanenteichlied“ erklingen.

Freibier zur Feier des Tages

Um „jett zu die Schwäne ze sare“, gab Hein Ningelgen seine drei Thesen zum Sinnbild des schwarzen Schwans zum Besten: Erstens stünden sie für die Illusion gegenwärtige Ereignisse zu verstehen, zweitens für die Verzerrung historischer Ereignisse und drittens für die Überbewertung der intellektuellen Elite. Bei einem Freibier konnten die Gäste anschließend versuchen, den tiefen Sinn nachzuvollziehen.

Da die neuen Symboltiere des Schwanenteichs noch keine Namen haben, rief Martin Marquardt zu einem Vorschlagwettbewerb auf. Bis zum Ende der Sommerferien kann jeder seine Namensvorschläge bei der Redaktion unserer Zeitung abgeben, aus denen eine noch zu bestimmende Jury dann die endgültigen Namen wählt.

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