Schulausschuss rätselt über Finanzierungsströme

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Aldenhoven. Vorerst auf Eis gelegt hat der Schulausschuss der Gemeinde Aldenhoven den Antrag auf Zahlung eines Verwaltungskostenzuschusses an den Förderverein Johanneswerk für die Johannesschule in Siersdorf.

24.000 Euro für „Arche”

Dem Gemeinderat einstimmig empfohlen wurde dagegen die Überweisung von 24.000 Euro an die Evangelische Kirchengemeinde für die Betreuung von Unter-Dreijährigen im Kindergarten „Arche”. Die Kirchengemeinde hatte beantragt, dass die Kommune den Eigenanteil des Trägers von zwölf Prozent von insgesamt 240.000 Euro übernimmt. Diese Summe kostet die Einrichtung von zwölf U3-Plätzen in der „Arche”.

Der Ausschussvorsitzende Udo Wassenhoven (SPD) sagte zwar mit Blick auf die Kassenlage der Gemeinde, dass Aldenhoven „pleite ohne Ende” sei, doch sei er „guter Hoffnung”, dass die 24.000 Euro nach Aufnahme in der Prioritätenliste „unabweisbarer” Ausgaben ausgezahlt werden könnten.

Im Nebel stocherte der Ausschuss dann bei der Debatte über den Antrag des Johanneswerks.

Der Förderverein fordert eine finanzielle Gleichbehandlung mit den anderen Schulen bei der Nachmittagsbetreuung. Der Vereinsvorsitzende Franz-Josef Rinkens argumentiert, dass der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) für dessen Arbeit an der Gemeinschaftsgrundschule und der Katholischen Grundschule im Kernort Aldenhoven „eine Vergütung von Verwaltungs- und Koordinationsaufgaben in Höhe von 4000 Euro mit der Begründung erhält, dass der Schulträger entsprechenden Verwaltungsaufwand einspart”.

Dagegen erhalte das Johanneswerk keine Vergütung. Hier sei daher „Gleichbehandlung” geboten. Dieser Einschätzung widersprach allerdings der Leiter des Schulamtes, Josef Kaufmann. Doch die Fraktionen wollen jetzt letzte Gewissheit von der Verwaltung haben: „Wo geht welches Geld hin?” und „Welche vertragliche Grundlage gibt es?”

Gleichstellung

Nach Kaufmanns Angaben wird die Offene Grundschule (OGS) Siersdorf zwar „nach einem gänzlich anderen Modell” als bei anderen Schulen betrieben. Aber das Johanneswerk „bekommt die kompletten Fördermittel unmittelbar durch die Gemeinde ohne Kürzung überwiesen”. Und für die Finanzierung der OGS bei den beiden Schulen in Aldenhoven „stehen die Mittel entsprechend den Schülerzahlen ebenfalls zur verfügung. Aus diesen werden die Verwaltungsausgaben für den SkF bestritten”.

Doch der Ausschuss pocht auf den unumstößlichen Beleg, dass „alle Schulen gleichgestellt sind”.
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