Schulanfang: Mobilitätserziehung auf dem Weg zur Lehranstalt

Von: ptj
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Schulwegtraining mit Müttern
Schulwegtraining mit Müttern und Schwester zur Grundschule Titzer Land am Standort Rödingen: Viele i-Dötzchen müssen derzeit üben. Foto: Jagodzinska

Rödingen. Erstklässler müssen lernen, wie sie sich auf dem Schulweg richtig verhalten und worauf sie achten müssen. Das Schulwegtraining ist daher für Polizei und Verkehrswacht ein zentraler Bestandteil der Mobilitätserziehung im ersten Schuljahr.

Wie bereiten sich aber Familien in der Region auf den großen Tag vor, der in der nächsten Woche bevorsteht?

Die sechsjährigen „i-Dötzchen” Tom und Simon fiebern ihrem ersten Schultag am Donnerstag, 23. August, entgegen. Sie freuen sich, haben „aber auch ein bisschen Angst”. „Wann geht es denn endlich los?”, erkundigte sich Simon während der Ferien immer wieder bei seiner Mutter. Er ist sprachlich begabt und kann auch schon etwas rechnen. Tom ist „froh, wenn er alles selbst lesen kann” und freut sich als stolzer Seepferdchenträger besonders auf den Schwimmunterricht.

Beide Mütter, Petra und Heike, trainieren „tagtäglich mit ihren Kindern das Verhalten im Straßenverkehr”. Der Schwerpunkt liegt in der Straßenüberquerung.

Eine Woche vor Schulbeginn war der Schulweg zur Grundschule Titzer Land, Standort Rödingen, mit je zwei Straßenüberquerungen an der Reihe, der bei beiden Kindern unter einem Kilometer liegt. Beide Damen „finden es nicht gut, dass viele Eltern, die so nah wohnen, ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Kinder haben nichts gegen schlechtes Wetter oder gegen Bewegung.” Außerdem sei man deutlich „schneller zu Fuß, als den Wagen aus der Garage zu holen und die Kinder anzuschnallen”.

Weiterhin hält Mutter Heike das „Anfahren, Wenden und Parken in der dritten Reihe” der Autofahrer, die ihre Kinder knapp vor Schulbeginn an der Schule abliefern, für weit gefährlicher als den Schulweg. Mit der Bewältigung dieser hektischen Situation seien die Schulneulinge überfordert.

Und noch ein Argument pro Fußwegbegleitung: „Eltern, die ihre Kinder zu Fuß bringen, haben mehr Möglichkeiten zum Austausch.” Sie selbst will ihren Sohn in der ersten Zeit unterstützend begleiten und auf Gefahrensituationen hinweisen: „Er fährt mit dem Fahrrad auf dem Gehweg, ich auf der Straße.” So lange, bis Simon es alleine versuchen will. Aber auch dann will sie „Blickkontakt halten und mal gucken, obs klappt”.

Petra M. hat schon Erfahrung auf diesem Gebiet. Ihre Tochter Alena (8) „ging erst mit dem Nachbarsjungen, nach einer Woche dann doch lieber alleine. Passiert ist Gott sei Dank nie etwas.” Alena wird ihren Bruder in der ersten Zeit begleiten. Ungern, weil sie zunächst nicht mit ihrem heiß geliebten Roller fahren darf. Das sei für ihren Bruder noch zu gefährlich.

Mittags, wenn Tom eher aus der Schule kommt als seine Schwester, wird ihm seine Mutter ein Stück entgegengehen.

Beide Mütter legen Wert darauf, dass ihre Kinder im Dunkeln Leuchtwesten tragen, um besser gesehen zu werden. Zusätzlich sind die Schulranzen mit Reflektionsstreifen ausgestattet. Sicherheit bei der Ausstattung muss sein, Sicherheit im Verhalten kann man lernen.
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