Barmen - Schülersymposium: „Den Alltag klimafreundlicher gestalten”

Schülersymposium: „Den Alltag klimafreundlicher gestalten”

Von: spl
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Aufmerksames Zuhören und inte
Aufmerksames Zuhören und interessierte Fragen begleiteten die Schüler bei der Präsentation ihrer Arbeitsergebnisse vor den anderen Teilnehmern und den erschienenen Eltern. Foto: spl

Barmen. Die Entwicklung der Energieversorgung vom derzeitigen Energiemix hin zu erneuerbaren Energien beschäftigt Politik und Gesellschaft schon seit langem. Dass es sich dabei um eine komplexe Problemstellung handelt, die vor allem zukünftige Generationen und damit unsere Jugend besonders betrifft, liegt auf der Hand.

Das Schülersymposium „Energie, Klima, Verantwortung. Forschung für die Zukunft”, das vom Science College Overbach und dem Forschungszentrum Jülich für Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis 13 angeboten wurde, ging auf diese Fragestellung ein.

„Das Angebot kennt den Bedarf junger Menschen, sich sachorientiert mit Hilfe von Fachleuten über dieses Thema zu informieren,” erklärte Rusbeh Nawab, Bildungsmanager des Science College. Offenbar liegt Nawab damit richtig, denn insgesamt bewarben sich rund 160 Jugendliche um einen der 120 Plätze bei dem Symposium.

Die zündende Idee hätten Schulleiter Heinz Lingen und Prof. Christoph Buchal vom Forschungszentrum Jülich gehabt, berichtete Nawab. Mit dem Angebot wollten die Veranstalter Schülern aus verschiedenen Regionen, die Möglichkeit zur Weiterbildung geben, so der Bildungsmanager.

Beim Symposium in Barmen nahmen Schüler aus Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und der deutschsprachigen Region Belgiens teil. Die Schüler arbeiteten in insgesamt neun Teams und diskutierten über verschiedene Themenbereiche rund um Energieversorgung und Klimawandel.

Betreut wurden die Gruppen von Lehrern des Gymnasiums Haus Overbach und Fachleuten. Aber auch Vorträge von Experten, zum Beispiel des Forschungszentrums und des Energiekonzerns RWE, standen auf dem Programm.

In den Abschlussvorträgen stellten die Jugendlichen die Ergebnisse ihres Workshops vor. So ging es zum Beispiel um Perspektiven der Kernenergie, durch die zwar immerhin jährlich Millionen von Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart werden, aber hochgiftige, radioaktive Abfälle entstehen, die endgelagert werden müssen.

Außerdem wurden Möglichkeiten diskutiert, das Elektrofahrzeug massentauglich zu machen. Dabei stellten die Schüler eine Batteriewechselstation für Autos vor. Sie verloren aber auch nicht aus den Augen, dass der Strom, mit dem die Batterien aufgeladen werden, kein konventioneller Strom sein sollte, der aus emissionsreichen Kraftwerken stammt.

So verschieden die Gruppenthemen auch waren, ein Aspekt wurde von jeder Gruppe angesprochen - die Verantwortung. Und zwar nicht nur die der Gesellschaft, sondern auch die eines jeden Einzelnen. Die Schüler stellten dabei die Frage „Was kann ich persönlich tun, um meinen Alltag klimafreundlich zu gestalten?” Dabei betonten die Schüler im Rahmen des Themas Welternährung und Bio-Energieträger, dass sich nicht nur Strom einsparen lasse, sondern auch bei Lebensmitteln Sparsamkeit wichtig sei, werfen die Industrieländer doch jährlich Tonnen von Lebensmitteln weg, die eigentlich noch genießbar sind, während in den Ländern der Dritten Welt Hunger herrscht.

Die nach wie vor ungleiche Verteilung der Ressourcen lasse den Schluss zu, dass die Hilfe für die Menschen dort nachhaltiger sein müsse, sowohl in ökologischer als auch in ökonomischer und sozialer Hinsicht, und zwar in Form von Hilfe zur Selbsthilfe.

Im Zusammenhang mit der Entsorgung von Lebensmitteln sprachen die Jugendlichen aber auch eine mögliche Nutzung als Bio-Energieträger an.

Bei den verschiedenen Themen rund um Energie, Klima und Verantwortung gelang es den Schülern, Gefahren und Missstände zu erkennen, aber auch Chancen durch die voranschreitende Forschung zu erkennen. So wurde auf dem Symposium deutlich, dass das Klimaproblem zwar immer noch ungelöst ist, aber die Wissenschaft neue Perspektiven und Möglichkeiten zur Bewältigung der Problematik eröffnet.
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