Aldenhoven - Schülerfirma präsentiert sich auf der Spielwarenmesse

Schülerfirma präsentiert sich auf der Spielwarenmesse

Von: gre
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Für die Spielwarenmesse ist noch allerhand zu tun. Aber Dominic, René, Benjamin und Marvin werden es schon schaffen. Foto: Greven

Aldenhoven. Für die Aldenhovener Ganztagshauptschule (GTHS), genauer gesagt für die „Schülerfirma Dioramenbau”, ist es eine hohe Auszeichnung: Sie wird eines ihrer Produkte auf der am 5. Februar beginnenden „Nürnberger Spielwarenmesse” zur Schau stellen.

Der große Modellbau-Hersteller Viessmann ist auf die professionelle Arbeit der Aldenhovener Hauptschüler(innen) im Dioramenbau aufmerksam geworden und bedient sich der Schülerfirma bei der Herstellung des „Umfeldes” für die Präsentation bestimmter elektronisch gesteuerter Produkte. Die Grundplatte für das Funktionsdiorama hat Viessmann geliefert und mit der Firmenbezeichnung beschriftet. Sie trägt auch das Logo der Schülerfirma der GTHS Aldenhoven.

Aufgabe für das Schülerteam ist es, ein Szenario für Feuerlöschfahrzeuge sowie für Gleisbauarbeiten herzustellen. Fahrzeuge und bewegliche, elektronisch gesteuerte Figuren hat Viessmann geliefert. Alles andere ist den jungen Modellbauern überlassen. Die Forderung von Viessmann lautet schlicht: „Setzen sie das Produkt für uns in Szene.”

Für die Jungen ist die Aufgabe zwar eine große Herausforderung, weil ihre Arbeit auf der Welt größter Spielwarenmesse erscheint, doch auch solche Aufgaben haben sie schon mit Bravour gemeistert, wie die diversen Schaufensterausstattungen des Spielwaren- und Modellbaugeschäftes Hünerbein in Aachen beispielhaft zeigen. Auch hier haben sie verschiedene Dioramen für Modellbahnen, Jahrmarkt oder Bauhandwerk geschaffen.

Weihnachtsferien abgebrochen

Der Auftrag von Viessmann hat die Schüler so „heiß gemacht” auf diese Arbeit, dass sie die Weihnachtsferien abgebrochen haben und zwei Tage früher in die Schule gekommen sind, um dort zu werkeln. Rektor Frank Röhmer, der eigentliche „Vater des Modellbaus” an der Aldenhovener Hauptschule - weil das schon immer sein Hobby war - hat seine Schüler nachhaltig infiziert, im wohl verstandenen Sinne, versteht sich.

Der Modellbau, der anfänglich zum Freizeitangebot gehörte, ist inzwischen Unterrichtsbestandteil. Er ist keineswegs Spielerei, wenn auch die Schüler hier spielerisch lernen in Bereichen, die Unterrichtsfächern zuzuordnen sind. Im Einzelnen nennt das Schulprogramm beispielsweise das Planen und Konstruieren, Computertechnik und Steuerung, Elektrizitätslehre, Elektrotechnik und Elektronik, Feinmechanik, Holzbearbeitung, Füge- und Klebetechnik sowie den Einsatz und die Arbeit mit Farben bis hin zu Baustilen und Stoffkreislauf.

Ganz wichtig, so Röhmer, ist die penible Sorgfalt, die der Modellbau erfordert. Er ist sicher, dass diese Schlüsselfertigkeiten den Hauptschülern ihren Einstieg ins Berufsleben erleichtern.

Übrigens steht als nächstes Projekt das Diorama für eine Heißluftballonfirma an. Danach wird die Zeche „Emil Mayrisch”, die seit einigen Jahren im Bau ist, museumsfertig gemacht. Daneben gibt es noch weitere Auftragsarbeiten für die Schulfirma.
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