Jülich - Schüler lernen, „wie die Wirtschaft tickt“

Schüler lernen, „wie die Wirtschaft tickt“

Von: ptj
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Unterzeichnung in der Schlosskapelle: Uwe Willner (l.), Vorstandsmitglied der Sparkasse, und Schuldirektor Charly Kreiner, ratifizieren den Vertrag. Hinten v.l. Schulamtsdirektor Joachim Hülshorst, neben ihm Gisbert Kurlsfinke und Katia Fuchs (beide IHK), rechts Bürgermeister Heinrich Stommel zu sehen. Foto: Jagodzinska

Jülich. Das Gymnasium Zitadelle Jülich und die Sparkasse Düren intensivieren ihr traditionell gutes Verhältnis unter Einbeziehung der Schüler. Künftig arbeiten sie in der langfristig angelegten Bildungsinitiative „Kurs“ zusammen. Die Ratifizierung des Kooperationsvertrages erfolgte im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Schlosskapelle „im Herzen der Zitadelle“.

„Wir haben einen Lernpartner gefunden, der das Programm unserer Schule in idealer Weise bereichert und ergänzt“, betonte Schuldirektor Charly Kreiner. Uwe Willner, Vorstandsmitglied der Sparkasse Düren, zeigte sich erneut „stolz, als Kooperationspartner auftreten zu können“. Die Sparkasse ist mit diesem Projekt schon sehr erfolgreich in Düren und im Südkreis vertreten, jetzt will sie das Programm in Nordkreis verbreiten.

Nicht Werbung an Schulen

Als sehr wichtig befand Willner die Partnerschaft mit Blick auf ein gut vorbereitetes Berufsleben. „Darunter verstehen wir nicht die Werbung an Schulen“, betonte er. Das Geldinstitut wolle zukünftige Kunden „als richtiger Finanzpartner überzeugen“. Experten der Sparkasse stehen nunmehr den Schülern unterschiedlicher Jahrgangsstufen und Fächer zur Verfügung, um das Fachwissen der Bank in ihren Unterricht einfließen zu lassen. Auch fächerübergreifende Projekte sind geplant.

Zu Beginn der Kooperation stehen Schwerpunkte in den Fächern Deutsch, Mathematik, Politik und Sozialwissenschaften auf dem Plan. Zudem sollen die Schüler von berufsorientierenden Maßnahmen wie Bewerbungstrainings und vom Angebot einiger Praktikumsstellen profitieren. Mit großer Freude habe Joachim Hülshorst, Schulamtsdirektor des Kreises Düren, die „intensive Bewegung auf Schule hin“ wahrgenommen. „Wir brauchen junge Leute in zukünftigen Positionen“, plädierte Hülshorst für die „Menschenbildung zur ganzheitlichen Lebensperspektive“.

Von einer „Win-win-Situation“ sprach Gisbert Kurlfinke, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen. Schüler „erwerben Skills für ihr Berufsleben, lernen, wie die Wirtschaft tickt. Betriebe haben einen entscheidenden Vorteil am knapper werdenden Arbeitsmarkt und wissen, wie Jugendliche heute ticken“, fasste er zusammen. Bürgermeister Heinrich Stommel betonte als Vertreter des Schulträgers die große Anzahl der „Handlungsakteure, die in Jülich unterwegs sind“. Integriere man solche Modelle sehr früh in den Schulalltag, diene das letztendlich der Wirtschaft.

Für das musikalische Rahmenprogramm sorgte der bis auf zwei Stimmen weibliche Unterstufenchor unter Leitung von Herrmann-Josef Kaiser mit „Morning has broken“ und „Little Talks“. Alexander Loup (Klavier) und Andrea Wlasak (Querflöte) brachten die „Berceuse“ von Isaac Albeniz und den spanischen Tanz Op 12 Nr. 1 von Moritz Moszkowski zu Gehör. Mit fulminanten Geigentönen spielte Charly Kreiner mit seiner Interpretation „Charlys frejlech“ in Klezmer-Art den Schlussakkord.

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