Inden - Schüler entfalten ihr Potenzial an der „Vorzeigeschule”

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Schüler entfalten ihr Potenzial an der „Vorzeigeschule”

Von: Antonius Wolters
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Vorzeigeschule im Bereich Inkl
Vorzeigeschule im Bereich Inklusion: Staatssekretär Thomas Rachel (2.v.r.) im Gespräch mit Schulleitung, Vertretern des Schulträgers, Eltern und Schülern der Gemeinschaftshauptschule Inden. Foto: Wolters

Inden. Dieses Kompliment aus berufenem Mund dürfte Schulleiter Jürgen Rudig und seinem Kollegium runtergegangen sein wie Öl: Beim jüngsten Besuch der Hauptschule Inden bezeichnete Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, nämlich die Einrichtung an der Merödgener Straße als „Vorzeigeschule im Bereich Inklusion”.

So werden in Inden Kinder mit den Förderschwerpunkten Sprache und Lernen sowie inzwischen zusätzlich Autismus und Sehbehinderung erfolgreich beschult. Das spiegelt sich auch im anhaltend hohen Zulauf der Einrichtung, der Lernatmosphäre sowie im positiven Miteinander wider. „Ausbildung ist Beziehungsarbeit”, umschreibt Schulleiter Rudig die Basis des Unterrichts.

Insgesamt sind an der Hauptschule Inden die Voraussetzungen dafür geschaffen worden, dass auch Schüler mit Einschränkungen dort ihr Potenzial entfalten können.

Da die Bildungsforschung in puncto Inklusion „unterbelichtet” sei, wie Staatssekretär Rachel ausführte, plant sein Ministerium zwei Längsschnittuntersuchungen von 2012 bis 2014 zu den Förderschwerpunkten Sprache und Lernen. Diese Einschränkung entfällt, so Rachel, auf rund 480.000 Pennäler, was etwa 6,5 Prozent aller Schüler ausmacht.

Zudem kündigte der Bundestagsabgeordnete Veränderungen bei der Lehrerausbildung an. So werde es einen Vorschlag der Bundesregierung geben, der neue Konzepte und die Finanzierung der Lehrerausbildung betreffe. Zudem solle in einem Staatsvertrag die gegenseitige Anerkennung länderübergreifend geregelt werden. Mit der Kultusministerkonferenz sei für Juni eine Konferenz zu den Themen Bildung und Inklusionn geplant, solle ein Veränderungsprozess angestoßen werden.

Unterricht ist doppelt besetzt

An der Hauptschule Inden ist es offenbar gelungen, den Schüler mit Einschränkungen da abzuholen, wo er steht. Das gelingt insbesondere durch die Doppelbesetzung der Klassen mit Regel- und Förderschullehrern. „Wir sind ausgewogen besetzt”, ist Schulleiter Rudig mit der Lehrerzuweisung zufrieden, wozu auch sieben Stellen für Sonderpädagogen zählen. Es sei, so Rudig, inzwischen auch eine Kooperation mit der Stephanusschule in Selgersdorf vereinbart worden. Trotz eines Durchschnittsalters von 51 Jahren im Kollegium sei der Krankenstand niedrig, so dass das Prädikat „gute gesunde Schule” auch für die Pädagogen zutreffe.

Gern hörte Thomas Rachel, dass in Sachen Berufsorientierung die GHS Inden eine Potenzialanalyse für Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 anbietet. „Die Zahlen der Abbrecher gehen herunter”, konstatierte der Abgeordnete, während der Schulleiter betont: „Wir achten sehr darauf, dass alle Absolventen versorgt werden.”

Überrascht von den Anmeldezahlen äußerte sich Bürgermeister Ulrich Schuster angesichts der Tatsache, dass nicht zuletzt dank Mundpropaganda rund 30 Schüler von anderen Schulformen nach Inden gewechselt sind. „Wir haben sogar Waldorf-Kinder aufgenommen ergänzte Jürgen Rudig, der sich dankbar gegenüber der Gemeinde als Schulträger äußerte und die hohe Eltern- und Schülerzufriedenheit hervorhob.
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