Jülich - Schlager mal anders: Sing Bar Sing im KuBa

Schlager mal anders: Sing Bar Sing im KuBa

Von: bw
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Die Kölner Gruppe Sing Bar Sing hat das Publikum im Kulturbahnhof Jülich mit ihren Versionen deutscher Schlager beeindruckt. Foto: Wickmann

Jülich. Die Kölner Formation Sing Bar Sing hat bei ihrem mittlerweile sechsten Konzert in der Herzogstadt wieder das Publikum mit ihrer Musik begeistern können. Seit ihrer Gründung haben sie sich dem deutschen Schlager verschrieben, allerdings interpretieren sie die bekannten Stücke auf ihre eigene Art.

Die aus Sängerin Gika Bäumer, Gitarrist Klaus Strenge, Percussion-spieler Matthias Ebbinghaus und Saxophonist Eike Drück bestehende Gruppe spielt vor allem Schlager der 50er bis 90er Jahre mit einem klar jazzigen Musikstil und verleiht altbekannten Nummern einen völlig neuen Klang, der dennoch den Wiedererkennungswert nicht verfälscht. Marianne Rosenberg, Vicky Leandros, Jürgen Drews und Michael Holm sind nur einige der Schlagersänger, deren Stücke sie interpretieren. Es befinden sich auch andere deutschsprachige Lieder von Westernhagen, Lucilectric oder Rio Reiser in ihrem Repertoire.

Das Besondere ist, dass die Schlager in der neuen Version nicht schnulzig klingen und man Altbekanntes völlig neu wahrnimmt. „Wir freuen uns immer wieder, wenn wir im KuBa spielen können. Das Publikum ist toll, und es fühlt sich gut an, hier zu sein“, sagte Sängerin Bäumer.

Im ausverkauften großen Saal des KuBa wurde die Gruppe vom ersten Ton an gefeiert, und von der ersten Zeile an wurde mitgesungen. Beginnend mit dem 70er Jahre-Hit „Barfuß im Regen“ von Michael Holm über „Schau mich bitte nicht so an“ bis hin zu Jürgen Drews „Ein Bett im Kornfeld“ wurde den Gästen eine bunte Mischung der unterschiedlichsten Schlager geboten, die jeder kennt.

Besonders laut wurde bei der Karat-Nummer „Über sieben Brücken musst Du gehen“ mit gesungen, die durch Peter Maffay in den 80ern ein großer Hit wurde. Neben leichten Nummern wie den „Fischern von Capri“ und „Warum fängt eine Frau ein Verhältnis an“ war es für Sängerin Gika Bäumer ein besonderer Moment, Vicky Leandros „Ich liebe das Leben“ zu singen, das sie ihrem vor sieben Jahren verstorbenen Vater gewidmet hat.

Aber es gab natürlich sehr viele witzige Momente, wie Sing Bar Sings Interpretation des 90er Jahre Songs „Mädchen“ von Lucilectric, bei der Bäumer über die Vorzüge der weiblichen Rolle sang und Gitarrist Strenge hingegen äußerte, dass er froh sei, eben kein Mädchen zu sein. Die drei Männer der Band präsentierten sich auch als Trio der depressiven Cowboys und sangen über „Elisabeth“, „Heut Abend“ oder ihre „Migräne“. Besonders komisch wurde es bei der Interpretation von Roberto Blancos Hit „Ein bisschen Spaß muss sein“ als traurige Ballade, die überall Heiterkeit hervorrief.

Weitere Songs des Abends waren „Schmidtchen Schleicher“, Guildo Horns „Ich find‘ Schlager toll“, „Wunder gibt es immer wieder“ oder „Du bist mein Stern“. Mit dem vermeintlich letzten Song gab sich das Publikum natürlich nicht zufrieden, und so musste noch eine Zugabe her, die aus etlichen Klassikern bestand. Neben Marianne Rosenbergs „Er gehört zu mir“ und Michael Holms „Tränen lügen nicht“ sangen alle lauthals bei Rio Reisers „König von Deutschland“ mit.

Mit diesem Titel endete ein durchaus gelungener Abend, der allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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