Sales-Kirche beim „Brassers“-Konzert überfüllt

Von: ptj
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Überfülltes Gotteshaus St. Franz Sales: Die Juliacum Brassers bringen ihr stimmungsvolles Weihnachtskonzert zu Gehör. Foto: Jagodzinska

Jülich. Erneut war die Kirche St. Franz Sales schon am Vorabend des Heiligen Abends überfüllt. Mindestens 300 Menschen nahmen sich Zeit, dem Weihnachtskonzert des beliebten Bläserquartetts „Juliacum Brassers“ zu lauschen.

Klaus Luft (Flügelhorn), Johannes Meures (Euphonium), Martin Schädlich (Trompete) und Andreas Trinkaus (Horn) führten mit dem „Abendsegen“ von Engelbert Humperdinck ins Weihnachtskonzert ein. Wie Meures betonte, hatten die Künstler diesmal kein „Riesenequipment“ im Gepäck, um die besten Klangfarben aus den Instrumenten herauszuholen.

Vielleicht deshalb, weil sie auf dem Kölner Weihnachtsmarkt gespielt hatten und beweglich bleiben mussten. Mehr als die Klangfarben zählten also die wie immer fabelhaft interpretierten Stimmungen, wie in der nun folgenden Brahms-Motette „O Heiland reiß die Himmel auf“, arrangiert von Meures. Hierzu waren die Besucher erstmals am Konzertabend zum Mitsingen dreier Strophen eingeladen. Das Weihnachtslied „Es ist ein Ross entsprungen“ brachten die „Brassers“ im Anschluss als Kanon von Melchior Vulpius und als Choralsatz von Michael Praetorius zu Gehör. Weil das Quartett bei der Stückauswahl im Vorfeld Arcangelo (übersetzt: Erzengel) Corelli als den weihnachtslichsten Komponisten, Hirten als das weihnachtlichste Symbol und den Sechsachteltakt als den weihnachtlichsten Takt auserkoren hatten, lag die Wahl der „Pastorale“ aus dem Weihnachtskonzert von Corelli nahe.

Diese Hirtenweise im Takt der Reitermärsche stand als nächste im Programm. Dann wurde wieder gemeinsam mit dem Publikum musiziert. Diesmal wurde das Weihnachtslied aus der Feder von Martin Luther „Vom Himmel hoch“ gespielt und gesungen, eingebettet in ein sehr schönes Choralvorspiel von Johann Pachelbel. Ein gute Wahl war auch das nachfolgende „Christmas Day“, ein Medley des Komponisten Gustav Holst aus verschiedenen Chorälen und Weihnachtsliedern. Die Interpretationen der Bach-Kompositionen „In dulci jubilo“ und „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ folgten, bei ersterem waren die Gäste wieder zur musikalischen Verstärkung eingeladen. Mit den Stücken „Once upon a silent night“ von Jerry Ray, „Joy to the world“ von Händel und das als Weihnachtslied gehandelte Winterlied „Winter Wonderland“ von Felix Bernard beschlossen die „Juliacum Brassers“ ein stimmungsvolles und donnernd beklatschtes Weihnachtskonzert ganz kurz vor Weihnachten.

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