RWE hat erneut „die Nase vorn“

Von: gep
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Zwei Partner an der E-Bike-Ladestation am Rathaus: RWE-Deutschland-Vorstand Dr. Hans-Willi Mölders (2.v.l.) und Bürgermeister Lothar Tertel (3. v. l.) nach der Unterzeichung des Strom-Konzessionsvertrages. Zweiter von rechts EWV-Geschäftsführer Manfred Schröder. Foto: gep

Aldenhoven. RWE Deutschland bleibt der Strom-Konzessionär der Gemeinde Aldenhoven. Das Unternehmen wird das Leitungsnetz wie gehabt an seine Tochter Energie-und Wasserversorgung (EWV) GmbH, Stolberg, verpachten, die es dann über die Tochter Regionetz, betreiben wird. „Es bleibt alles so, wie es ist“, sagte Bürgermeister Lothar Tertel bei der Vertragsunterzeichnung mit Dr. Heinz-Willi Mölders, Personalvorstand der RWE Deutschland, im Rathaus.

 „Jeder kann seinen Stromlieferanten weiterhin wechseln“, fügte Mölders hinzu. Denn Netz und Stromvertrieb sind getrennt – dieses Unbundling ist im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) vorgeschrieben und soll zu mehr Wettbewerb führen. „Mölders: „Uns gehört das Netz.“ Aber RWE müsse anderen Anbietern „uneingeschränkten Zugang“ ermöglichen. Pro Jahr werden in Aldenhoven rund 36 Millionen Kilowattstunden (kWh) verbraucht,

Der Vertrag Aldenhovens mit RWE hat die übliche Vertragslaufzeit von 20 Jahren mit einem Sonderkündigungsrecht nach 16 Jahren für den Fall, dass die Strom- und Gaskonzession in eine Hand gegeben werden sollen. Als Konzessionsabgabe erhält die Gemeinde knapp 400.000 Euro im Jahr. Dies ist das Entgelt dafür, dass der Konzessionär öffentliche Straßen, Wege und Plätze für die Versorgungsleitungen nutzt (Wegerecht).

Beim Ausschreibungsverfahren, das Mitte 2012 gestartet worden ist, habe RWE, so Bürgermeister Tertel, „in allen Kategorien die Nase vorn“ gehabt, in manchen allerdings nur „hauchdünn“.

RWE habe ein „leistungsfähiges und wegweisendes Netz im Fokus“. Ob es auch in Aldenhoven ein intelligentes Stromnetz (Smart Grid) geben, ließ Mölders offen und verwies auf den laufenden Feldtest in Mülheim. Dort wurden auf bereits vorhandene digitale Stromzähler (Smart Metering) IKT-Gateways, intelligente Mess- und Steuerungsgeräte, aufgebaut. Über das Internet kann in den teilnehmenden Haushalten der Ruhrgebietsstadt jederzeit festgestellt werden, wann es je nach Marktpreis am preiswertesten ist, Strom zu verbrauchen. Ein Teil der Haushalte ist Waschmaschinen ausgestattet, die ferngesteuert den Waschvorgang starten, wenn der Strom im Markt besonders günstig ist.

Nach Angaben von EWV-Geschäftsführer Manfred Schröder werden im Jahr rund 100.000 Euro in das Aldenhovener Stromnetz investiert. Vor allem neue „Längskabel“ unter den Bürgersteigen müsse die Regionetz GmbH anlegen, da immer mehr Photovoltaik-Anlagen ins öffentliche Netz einspeisen würden. EWV und die Stadtwerke Düren GmbH (SWD) als Gesellschafter hatten die Regionetz gegründet. Sie betrieb die von den Gesellschaftern gepachteten Netze als rechtlich selbständiger Netzbetreiber.

Kilometerlanges Netz

Zum Jahreswechsel hat sich allerdings SWD zurückgezogen und für Düren und Merzenich den Netzbetreiber Leitungspartner GmbH in Betrieb genommen.

Damit ist Regionetz eine 100-prozentige EWV-Tochter, die die Strom- und Erdgasnetze der EWV in der Region betreibt und ausbaut. In Aldenhoven umfasst das Stromnetz 71 Kilometer Mittelspannungsleitungen, 150 Kilometer Niederspannungsleitungen sowie 73 Mittelspannungstransformatoren. In der Gemeinde gibt es rund 4000 Hausanschlüsse.

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