Rurtalbahn: Bei über 30 Grad im zu vollen Zug

Von: Burkhard Giesen
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In Richtung Düren fahren ab H
In Richtung Düren fahren ab Huchem-Stammeln im Sommer zwei Triebwagen, in Richtung Jülich nur einer. Der war am Mittwoch vollkommen überfüllt - bei Temperaturen über 30 Grad und ohne Klimaanlage. Foto: Kin

Düren. Außentemperaturen von über 30 Grad Celsius, ein vollkommen überfüllter Triebwagen der Rurtalbahn, keine Klimaanlage, erschöpfte Fahrgäste - so schildert Doris Forst aus Jülich eine Situation, die ihr behinderter Sohn am Mittwoch auf der Strecke zwischen Düren und Jülich erlebt hat.

Und es sei kein Einzelfall, sagt die Frau, die 15 Jahre lang selbst auf der Strecke zwischen Jülich und Düren mit der Rurtalbahn gefahren ist - bis sie sich wieder ein Auto zugelegt hat.

Kern des Problems: In dem Sommerferien fährt die Rurtalbahn auf der Strecke nur mit einem, statt der sonst üblichen zwei Triebwagen. „Das führt dazu, dass es gerade zu den beruflichen Stoßzeiten morgens und am Nachmittag ab 15.50 Uhr zu einer enormen Überbelastung kommt”, ärgert sich die Jülicherin weiter. Am Mittwoch sei der Zug schon in Düren so voll gewesen, dass bereits in Huchem-Stammeln niemand mehr zusteigen konnte - darunter auch viele behinderte Menschen.

„Seit Jahren schon müssen Fahrgäste in den überalterten Zügen ohne Lüftung und Klimaanlage ausharren, und dann können sich die Fahrgäste nicht einmal in der Sommerhitze auf ein zweites Zugabteil verteilen”, so Frau Forst, deren Sohn am Mittwoch nach der Fahrt vollkommen erschöpft gewesen sei.

„Das ist unglücklich gelaufen”, entschuldigte sich Donnerstag für die Rurtalbahn Abteilungsleiter Sebastian Nießen. „Es hat am Mittwoch in der Tat in einem Fall eine Überfüllung eines Triebwagens gegeben”, so Nießen. Die Rurtalbahn bittet größere Gruppen immer, sich vorab anzumelden. Nießen: „In einem Fall ist das auch geschehen. Wir hatten eine Anmeldung für 50 Personen. In Huchem-Stammeln stand dann aber unangemeldet eine weitere größere Gruppe auf dem Bahnsteig.” 50 Angemeldete Personen plus die normalerweise üblichen 20 Personen auf der Strecke, die aber nicht durchgängig bis nach Linnich fahren - „da hätten die vorhandenen 74 bis 80 Sitzplätze gereicht”, sagt Nießen.

Dass am Nachmittag mit einem höheren Beförderungsaufkommen auf der Strecke zu rechnen ist, weiß man bei der Rurtalbahn allerdings. Immerhin fahren auch in den Sommerferien gegen 16 Uhr in der Gegenrichtung nach Düren gleich zwei Triebwagen, nicht zuletzt um die Beschäftigten der Rurtalwerkstätten zu transportieren. In Richtung Jülich wird nur ein Waggon eingesetzt.

Nießen: „Das funktioniert normalerweise auch. Bei den zu erwartenden Temperaturen von bis zu 40 Grad am Wochenende muss sich übrigens niemand Sorgen machen, in einem vollgestopften Abteil zu sitzen. Nießen: „An den Wochenenden fahren wir grundsätzlich immer mit zwei Triebwagen, weil wir wissen, dass viele Ausflügler die Rurtalbahn nutzen.”
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