Jülich - Rurbrücke kurz gesperrt: Vorsichtsmaßnahme bei höchstem Pegelstand

CHIO-Header

Rurbrücke kurz gesperrt: Vorsichtsmaßnahme bei höchstem Pegelstand

Von: ojo
Letzte Aktualisierung:
wasserhochbu
Alles fließt - auf und unter der Rurbrücke, die in der Nacht zum Freitag wegen überspülter Rollenlager kurzeitig gesperrt worden war. Foto: Jonel

Jülich. Nicht dass die Jülicher Feuerwehr eine lauen Job gehabt hätte, während die Kollegen in Eschweiler, Monschau oder Kornelimünster bis an die Leistungsgrenze gefordert waren. Aber um etliches ruhiger verlief die Hochwasserbekämpfung im Jülicher Land unbestritten.

„Wir hatten keine erhöhte Alarmbereitschaft”, ließ Oberbrandinspektor Udo Diß die nassen Tage Revue passieren. Selbstverständlich wurden einige Einsätze gefahren. Die aber unterschieden sich kaum von solchen, wie bei den plötzlichen sommerlichen Platzregen. Einer davon galt einem Haus in Kirchberg nahe an der Rur. Dort legte die Feuerwehr eine Sandsacksperre, weil der Fluss - angeschwollen durch den Inde-Zulauf und die erhöhte Wasserabgabe an der Talsperre - unbedingt ins Haus wollte.

Mit Sand und Säcken bauten die Wehrleute ebenfalls einen Wall, um Gut Hasenfeld zwischen Koslar und Broich vor der aus dem Bett geratenen Rur zu schützen. Der Hof des Gutes war schon überschwemmt worden.

Einen Einsatz unmittelbar vor der Feuerwache gab es tief in der Nacht. Bei einem Pegelstand von 3,28 Meter am Stadion - Udo Diß: „Das war der höchste Stand, den wir je hatten.” - wurde kurzfristig die Rurbrücke am Ortseingang gesperrt. Die Befürchtung, dass die Statik nicht mehr gewährleistet wäre, wenn die Rollenlager der Brückenkonstruktion überspült werden, erwies sich als unbegründet. Nach einer Stunde wurde die Sperrung wieder aufgehoben.

Probleme haben die direkten Flussanrainer, so Diß, weniger mit dem Wasser aus dem Fluss als vielmehr mit dem Grundwasser, das sich in die Keller drückt. Altenburg, Selgersdorf, aber auch die Anwohner der Herzogin-Jakobe-Straße am Rurdamm im Heckfeld kennen das Phänomen. „Da können wir als Feuerwehr wenig machen”, bedauert Diß.

Während Altenburgs Ortsvorsteherin sich fragt, ob der Wasserverband mit seiner Abgabepraxis vielleicht früher hätte regulierend eingreifen müssen, fällt Diß Fazit positiv aus. Bei diesem Hochwasser ist das Jülicher Land glimpflich davongekommen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert