Rühriger Richter durch nichts aus der Ruhe zu bringen

Von: Simone Dolfus
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Begrüßten den neuen Amtsgerichtsdirektor Rainer Harnacke (M.): Vertrauensnotar Dr. Dirk Kröncke, Vertrauensanwalt Wolfgang Dehlen, Vize-Bürgermeisterin Margret Esser-Faber, Personalrätin Carmen Beinuhn, Richter Peter Otten und Landgerichtspräsident Dr. Stefan Weismann (v.l.). Foto: Dolfus

Jülich. Der Start von Rainer Harnacke in Jülich liegt zwar schon etwas zurück, doch jetzt wurde der 49-Jährige offiziell in sein Amt als Direktor des Amtsgerichts Jülich eingeführt. Der Richter trat die Nachfolge von Helmut Wittkemper an. Zahlreiche Vertreter aus Justiz, regionaler Politik und Verwaltung machten ihre Aufwartung.

Der Präsident des Landgerichts Aachen, Dr. Stefan Weismann, begrüßte die Gäste in Jülich. Er lobte Rainer Harnackes „ausgeprägte Verwaltungserfahrung”, mit der er bereits an verschiedenen Gerichten mit „großem praktischen Geschick” gewirkt habe.

Nach dem Studium in Trier und dem Referendariat in Köln trat der Aachener 1988 in den richterlichen Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen als Richter am Landgericht Aachen ein, wo er - unterbrochen durch eine rund einjährige Tätigkeit am Amtsgericht Aachen - bis Ende 1997 eingesetzt war und dort seit 1995 auch verschiedene Verwaltungsaufgaben wahrnahm. Seit Anfang 1998 wurde Harnacke an verschiedenen Amtsgerichten eingesetzt, zunächst in Aachen, später in Schleiden und Monschau. Zusätzlich war er in verschiedenen Funktionen in der Gerichtsvollzieherausbildung tätig. Ende Oktober 2006 wurde der Ehemann und Vater von vier Kindern zum Direktor der Amtsgerichts Monschau ernannt. Seit Januar 2007 ist er Leiter der Zentralen Prüfungsgruppe für die Gerichtsvollzieherprüfung im Landgerichtsbezirk Aachen.

Dr. Weismann hob Harnackes „freundliche, stille Art” hervor: „Er ist nicht aus der Ruhe zu bringen.” Zum Abschluss seiner Rede überreichte der Landgerichtspräsident dem neuen Amtgerichtsdirektor eine Ehrenurkunde für 25-jährige Dienstzeit - was dem Jubilar nicht nur schmeichelte. Harnacke schmunzelte: „Das führt einem vor Augen, wie alt man doch schon ist.”

Obwohl erst knapp 100 Tage in Jülich hat der Neue schon einen Eindruck hinterlassen - und zwar einen sehr guten, wie Peter Otten, Vorsitzender des Richterrates, und Carmen Beinuhn, Vertreterin des Personalrats, hervorhoben. Otten: „Die von ihnen eingeführte frische Brise haben wir sehr genossen.” Beachtliche Veränderungen haben sich seit dem Dienstantritt Harnackes ergeben.

Seit wenigen Tagen gibt es einen Personalrat, ein Sozialraum wird eingerichtet, das Dach wurde abgedichtet und der Keller trockengelegt. „Wir danken Ihnen, dass Sie sich unserer angenommen haben”, so Richter Otten weiter. Auch einen gemeinsamen Dienstausflug hatte Harnacke bei seiner Antrittsrede im Februar in Aussicht gestellt - und bereits in die Tat umgesetzt. Darauf wies Carmen Beinuhn hin. Sie wünschte dem passionierten Freizeit-Segler weiter „eine ruhige und sichere Hand am Steuer unserer Behörde.”

Harnacke erwiderte in seinem Grußwort, dass er sich am Amtsgericht Jülich sehr wohl fühle: „Es ist ein schönes Gefühl, in einer großen Familie angekommen zu sein.” Ein gutes Arbeitsklima und eine hohe Motivation der Mitarbeiter seien ihm sehr wichtig.

Eine gute Zusammenarbeit wünschten auch der Vertrauensnotar der Notare im Landgerichtsbezirk Aachen, Dr. Dirk Kröncke sowie der Vertrauensanwalt der Anwälte im Amtsgerichtsbezirk Jülich, Wolfgang Dehlen. Die Grüße von Rat und Verwaltung der Stadt Jülich überbrachte die stellvertretende Bürgermeisterin Margret Esser-Faber. Den musikalischen Rahmen gestaltete trotz des Sommerferienauftakts das Overbacher Kammerorchester.
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