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Rüben legen beim Wachstum noch kräftig zu

Von: gep
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Rüben
Ein gutes Jahr für Rüben: Der Ertrag ist in diesem Jahr deutlich höher als erwartet. Foto: dpa

Kreis Düren. Die Rübenkampagne fällt besser aus als zunächst erwartet. Ein Grund ist der späte Start. Nach Angaben von Dr. Willi Kremer-Schillings (KS), dem Leiter der landwirtschaftlichen Abteilung der Zuckerfabrik Jülich, sind die Prognosen zum Start der Kampagne vor knapp vier Wochen „nicht zu halten“.

Vor allem der Ertragszuwachs auf den Ackerschlägen ist enorm. Statt der erwarteten 68 Tonnen/Hektar (t/ha) Rübenertrag ist jetzt mit 72 t/ha zu rechnen. Beim Zuckerertrag sind es 12,4 t/ha statt bisher 11,38 t/ha. Nur der Zuckergehalt fällt geringer aus: Statt 17,5 Prozent werden jetzt 17,2 Prozent zwischen Selfkant und Bergheim und zwischen Aachen und Mönchengladbach erwartet.

Laut Kremer-Schillings sind es die relativ warmen Nächte, die die Rüben wachsen, aber nicht reifen lassen. Um Zucker zu bilden, benötigt die Rübe „wie der Wein“ kühle Nächte und sonnig warme Tage. Von einem solchen „goldenen Oktober“ könne aber nicht die Rede sein, erläutert KS.

Bisher sei es ein milder Oktober mit reichlich Niederschlag gewesen. „Wünschenswert“ wären jetzt ein paar trockene Tage, um auf den gerodeten Schlägen den Winterweizen als Folgefrucht einsäen zu können. Unter dem Strich ist es die viertbeste Kampagne der Zuckerfabrik und liegt exakt im fünfjährigen Mittel.

2012 lag der Rübenertrag bei 75,9 t/ha, 2011, dem bislang besten Jahr, bei 78,7 t/ha. Der Zuckerertrag belief sich in diesen beiden Jahren auf 13,5 bzw. 13,8 t/ha. Beim Zuckergehalt wurden 17,75 bzw. 17,48 Prozent erreicht.

Wegen des Mengenwachstums wird sich die jetzige Kampagne verlängern. Sie geht bis in die 1. Januar-Dekade hinein.

Bislang ist die Anfuhr der Knollen „absolut reibungslos“ verlaufen. Und die Fabrik „läuft wie eine Nähmaschine“, berichtet Kremer-Schllings. Die Verarbeitung liegt bei über 15.000 Tonnen reinen Rüben täglich.

Die diesjährige Kampagne hat wegen des widrigen Wetters deutlich später begonnen. Im Frühjahr hatte sich die Aussaat verzögert, und der Sommer war zu trocken. Der lang herbeigesehnte Regen hätte etwas früher kommen müssen. Jetzt aber hat sich der verschobene Start der Kampagne für die Erzeuger ausgezahlt.

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