Rüben in Region haben erschwerte Startbedingungen

Von: gep
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Rüben bei Aldenhoven: Die Reihen sind geschlossen. Eingesät ist die Sorte Artur, die der Züchter Strube als „König der Rüben“ anpreist. Und mit Kopernikus ist jetzt „der neue Stern am Rübenhimmel“ im Angebot. Foto: gep

Jülich. Nach dem Spätstart haben die Rüben im Einzugsgebiet der Zuckerfabrik Jülich die Reihen jetzt geschlossen. Die Pflanzen haben „kräftig aufgeholt“, sagt Anbauberater Andreas Gehlen. Es habe, bedingt durch die reichlichen Niederschläge und die warmen Temperaturen, einen „richtigen Schub“ gegeben. Zu 98 Prozent sei der Reihenschluss jetzt abgeschlossen. Das ist relativ spät.

Erst nach diesem Blattzuwachs beginnt das Dickenwachstum, die Ausbildung der Knollen im Boden, bevor die Pflanzen mit der Zuckereinlagerung beginnen können. Der Reihenschluss ist, so die Regel, in der Kalenderwoche, in der sich bei mehr als 90 Prozent der Pflanzen benachbarter Reihen die Blätter berühren oder sogar überlappen. Normalerweise ist dies spätestens Mitte Juni der Fall.

Unter dem „Blätterdach“ sinken die Temperaturen geringfügig und erhöht sich die Luftfeuchte etwas. Das erleichtert es den Rüben, hochsommerliche Trockenphasen zu verkraften. Auch wird das Unkraut unterdrückt.

Mit 98 Prozent Reihenschluss liegt die Jülicher Anbauregion derzeit mit Euskirchen deutschlandweit vorne, knapp vor Appeldorn am Niederrhein und Anklam in Vorpommern.

Der derzeitige Zustand der Bestände sei vergleichbar mit dem Jahr 2010, erläutert Gehlen. Damals lag der Ertrag bei 69 bis 70 Tonnen Rüben je Hektar. Und das sei „kein schlechtes Ergebnis“ gewesen. Aber entscheidend für die Erzeuger sei natürlich der Zuckerertrag, der 2010, einen Jahr mit vielen Wetterextremen, bei 11,6 t/ha lag. Aber erste vorsichtige Prognosen sind nach der 1. Proberodung Mitte Juli möglich. Ausgeschlossen scheint, dass die Ergebnisse der beiden bisherigen Top-Jahre 2009 und 2011 erreicht werden können mit einem Zuckerertrag von 13,2 bzw. 13,66 t/ha.

Die Rüben hatten im laufenden Jahr erschwerte Startbedingungen. Während der Auflaufphase (Keimung) litten die „Pillen“ unter der Kälte mit Temperaturen von acht bis zehn Grad, in drei Gebieten – Erkelenz, Selfkant und Rommerskirchen – kam zudem kurzzeitig starker Regen nieder. Hinzu kam, dass überlagertes Saatgut aus dem vorigen Jahr nicht keimte. Hier musste neu eingesät werden. Betroffen war Staatgut aller drei Züchtungsunternehmen KWS, Strube und Syngenta.

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