Lucherberg - „Roma victor!” - Auf den Schlachtfeldern der Legionäre

„Roma victor!” - Auf den Schlachtfeldern der Legionäre

Von: ul
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lesung kuhn bild
Der Autor Michael Kuhn und Archäologin Tanja Baumgart lasen aus dem historischen Roman „Marcus Tribun Roms” vor und entführte die Zuhörer in eine andere Zeit.

Lucherberg. „Mein Name ist Marcus Junius Maximus, geboren auf dem väterlichen Weingut in der Nähe der Kaiserstadt Treveris im 14. Jahr der Herrschaft des großen Constantinus.” Es bedurfte nur weniger Sätze des Autors Michael Kuhn, der aus seinem neuen historischen Roman „Marcus, Tribun Roms” vortrug, um die Zuhörer in eine andere Zeit zu versetzen.

Mit einem Mal befanden sich die Teilnehmer nicht länger im Ortsgeschichtlichen Museum in Lucherberg im Jahr 2010, sondern im 5. Jahrhundert nach Christus.

Es ist das Zeitalter, in dem das Römische Reich im Westen allmählich zerfiel, nachdem das Imperium zunehmend die Kontrolle über seine westlichen Provinzen verloren hatte. Vor diesem Hintergrund schildert Kuhn packend und mitreißend das Schicksal des Tribuns Marcus, der in einem gnadenlosen Krieg unbeirrt um die Rettung seiner Heimat kämpft.

Mit dem ersten Band „Marcus Soldat Roms I” (2008) nahm die Geschichte des Protagonisten ihren Anfang und erzählt von einem Leben, das um „Liebe und Ehre, Mut und Treue, Mystik und Bestimmung” kreist. Gespannt verfolgten die Zuhörer die Lesung, zu dem der Geschichtsverein der Gemeinde Inden geladen hatte, wollte man doch den weiteren Verlauf der Handlung erfahren.

Schwere Rüstung

Die vier ausgewählten Passagen des zweiten Bandes wurden abwechselnd von dem Autor und der Archäologin Tanja Baumgart vorgetragen. Dabei wurde jeder Szene ein Bild vorangestellt, das die Handlungsorte exakt benannte.

So spielt etwa das erste Kapitel „Marsch der Tausend” an der Ausoniusstraße, einer Straße, die die Metropolen Trier (Treveris) und Mainz (Mogontiacum) verband und deren Teilstücke bis heute erhalten geblieben sind. Zudem zeigte der Autor Repliken, zum Beispiel die Spatha, das Langschwert, das das römische Kurzschwert Gladius abgelöst hatte, um den Kampf der römischen Legionäre noch greifbarer zu machen.

Am Ende der Lesung, die viel zu schnell vorüberging, blieb nur noch die Frage im Raum stehen, wie mit einer Rüstung um die 30 Kilogramm überhaupt gekämpft werden konnte. Und das über mehrere Jahrhunderte hinweg auch noch siegreich: „Roma victor!”
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