Jülich - Rockcity Jülich: Sechs Stunden harter Rock und ganz viel Sapß

Rockcity Jülich: Sechs Stunden harter Rock und ganz viel Sapß

Von: brit
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Beste Unterhaltung zum Abschluss eines gelungenen Jubliläumsfestivals bot die „Kapelle Petra“ mit ihrer unnachahmlichen Mixtur aus Slapstick und Musik. Foto: B. Sylvester

Jülich. Rockcity Jülich rocks again – wieder und wieder, das Rock-Festival im Kulturbahnhof ist eine echte Erfolgsgeschichte. Vor zehn Jahren zum ersten Mal in Kooperation zwischen dem Jugendparlament und dem KuBa veranstaltet, rocken seither jedes Jahr Bands aus Jülich und Umgebung beim Rockcity die große Halle im Bahnhof.

Am Samstag zelebrierte die Rockcity ihren zehnten Geburtstag. Ballistic, Baby! läuteten mit ihrem ganz persönlichen „Dark Folk“ die Jubiläumsausgabe des Festivals ein. Ihnen folgten Comiro, ebenfalls häufiger Gast auf den Bühnen im Jülicher Land. Sängerin Regina und Bassist „Fifi“ fanden sich schon mit „The Whipped Disgrace“ auf der langen Liste der Festivalgäste.

Früh am Abend herrschte noch eher weniger drangvolle Enge. Je später der Abend, desto zahlreicher das Publikum. Zwar wurde es von Auftritt zu Auftritt voller, von ausverkauftem Haus sprach dennoch keiner. „Das ist ein allgemeines Phänomen“, konstatierte KuBa-Geschäftsführer Cornel Cremer, „die Leute gehen allgemein weniger auf Rockkonzerte als früher. Es ist aber auf jeden Fall gut besucht!“

Voll oder nicht, die anwesenden Zuschauer und Hörer erlebten einen abwechslungsreichen Abend und fühlten sich offenbar bestens unterhalten. „Forger“, dritte Band des Abends, erinnerten mit ihrem Sound definitiv an die US-amerikanischen Punkrocker von Greenday.

Für all jene im Publikum, die es noch ein bisschen heftiger mochten, gab es anschließend Krachend-Lautes von „In Circles“. Mit „Tag 2“ wurde es dann rockig-melodisch. „Tag 2“, das sind Mitglieder wohlbekannter Jülicher Bands ascrum und D.Sailors, die unterschiedlichste Stilrichtung gekonnt in einen Topf geworfen und eine mitreißende Mischung aus Punkrock, Indie- und Alternative-Rock kreiert haben.

Als krönender Abschluss enterte die „Kapelle Petra“ mit ihrer unnachahmlichen Mischung aus Slapstick und Musik die Bühne. Rund um Maskottchen Gazelle, der zumeist mit unbeweglicher Miene einfach dasitzt, spulten die Band ihr Programm ab – und hatten dabei ganz offensichtlich auch selbst unglaublich viel Spaß. Spaß, der im Handumdrehen auf das Publikum übergriff, das begeistert mitsang, tanzte und klatschte. Mit Schere, Zitronentee und dem Reißverschluss einer Hose – am Leibe des Gitarristen – als Rhythmusinstrumenten und Gazelle als Protagonisten in wechselnden Rollen forderte die Kapelle „Geht mehr auf Konzerte“, feierte „Geburtstag“ und sang „Pausenmusik“.

Erst nachdem sich das Festivalpublikum diverse Zugaben erklatscht hatte, durften die Petras schließlich die Bühne verlassen und nach knapp sechs Stunden voller guter Musik die zehnte Ausgabe des Festivals beenden. Damit darf es dann hoffentlich im nächsten Jahr wieder heißen „Rockcity Jülich rocks again“.

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