Richtige Reaktion geht Bikern in Fleisch und Blut über

Von: ma.ho.
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Zahlreiche Biker nutzten die G
Zahlreiche Biker nutzten die Gelegenheit, bei einem Fahrsicherheitstraining unter Leitung von Heinz Dickmeis (5.v.l.) Fähigkeiten zu erwerben oder aufzufrischen. Foto: Horrig

Jülich. Frühlingszeit - da werden die Motorräder ausgepackt und auf Glanz poliert. Mal eben eine Runde drehen und checken, ob auch alles nach der Winterpause in Ordnung ist.

Doch wie schnell ist etwas passiert? Der Biker wird einfach übersehen, ein Autofahrer unterschätzt die Geschwindigkeit oder der Motorradfahrer baut einen folgenschweren Fehler.

Das sind nur drei Beispiele, die ursächlich für einen schweren Unfall sein können. Die überwiegende Zahl der Unfälle wird durch menschliches Versagen verursacht. Wie oft ertappen sich Verkehrsteilnehmer in einer brenzligen Situation dabei, dass es nach einer falschen Reaktion oder einem Moment der Unachtsamkeit gerade noch einmal gut gegangen ist?

Ein Biker sollte gut vorbereitet und fit in die Motorradsaison starten. Darum ist es sinnvoll, theoretische Kenntnisse und praktische Fertigkeiten regelmäßig bei einem Fahrsicherheitstraining aufzufrischen. Ein solches wurde unlängst auf dem Verkehrsübungsplatz der Verkehrswacht Jülich angeboten.

Unter der Leitung von Sicherheitstrainer Heinz Dickmeis begannen die zwölf Teilnehmer zunächst mit einer kurzen theoretischen Einführung, bevor es nach draußen an die Maschinen ging. Getreu der Redewendung „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser” machten sich die Kursteilnehmer daran, den Luftdruck der Reifen zu prüfen. „Sowohl ein zu niedriger als auch ein zu hoher Luftdruck kann für den Fahrer gefährlich werden”, warnte Dickmeis.

Im Mittelpunkt des Motorrad-Sicherheitstrainings standen jedoch die fahrpraktischen Übungen mit dem eigenen Motorrad sowie ein sicheres Handling der Maschine. Hier reicht die Erfahrung nicht mehr aus. Es gibt Handlungsabläufe wie Bremsen in Notsituationen oder dem Ausweichen eines Hindernisses, die nahezu automatisch ablaufen sollten.

Ein Motorrad hat keine Knautschzone und daher gilt es, Gefahren zu erkennen und kritische Situationen zu meistern. Für die Kursteilnehmer standen unter anderem Slalom- und Kurvenfahren, Bremsübungen aus unterschiedlichen Geschwindigkeiten auf trockener und nasser Fahrbahn sowie Ausweichmanöver auf verschiedenen Untergründen auf dem Programm.

In diesen praktischen Übungen trainierten sie, das Richtige zu tun. Wie reagiert fast jeder bei einem Notfall? Ohne nachzudenken, also automatisch. Selbst Profis im Motorradfahren üben ständig, damit ihnen die richtige Reaktion in Fleisch und Blut übergeht - man lernt eben nie aus.

Motorradfahren ist ein Lebensgefühl und sollte Spaß machen. Heinz Dickmeis betonte in seinen Ausführungen auch den Vorteil des ABS bei Motorrädern. Die Verkehrswacht Jülich bietet regelmäßig solche Fahrsicherheitskurse an. Informationen hierzu gibt es unter Tel. 02461/56242.
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