Rheinland-Schau-Besucher: „Eine Frechheit, dafür bezahlen zu müssen”

Von: Nicola Gottfroh
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Jülich. Nach dem guten Start am Wochenende ist der Besucherstrom in den Hallen der Rheinland-Schau in den vergangenen Tagen abgerissen. Verzweifelt warten Aussteller auf Kunden, und längst nicht jeder Besucher ist zufrieden.

Im Online-Angebot unserer Zeitung hatten sich bis Redaktionsschluss zehn Leser zu Wort gemeldet. Ihr Fazit: Eintritt, Parkgebühren und die Preise für Speisen und Getränke sind zu teuer, das Angebot unattraktiv.

„Das hat keinen Spaß gemacht auf der Messe”, schreibt ein Leser, und eine Besucherin kommentiert: „Hilfe, war das schlecht, eine Frechheit dafür bezahlen zu müssen.” Ein weiterer Nutzer des Online-Angebots bilanziert: „Was da angeboten wird, braucht im Moment wirklich keiner.”

Günter Wolff, Ausstellungsleiter der Veranstaltungsgesellschaft Haug-West, kann die Kritik nicht nachvollziehen. Auf Nachfrage unserer Zeitung äußert er sich nur widerwillig: „Für mich sind diese Stimmen nicht repräsentativ. Das sind alles nur subjektive Eindrücke Einzelner.” Es gebe schließlich genügend Besucher, denen die Rheinland-Schau gefallen habe.

„Hochwertige Waren”

Auch zum Thema Eintrittsgelder lässt sich Wolff auf keine Diskussion ein, schließlich sei der Besuch der Rheinland-Schau nicht teurer als ein Kinoticket. „Und auf die Besucher der Schau warten hochwertige Waren.”

Dass das Angebot im Vergleich zu vergangenen Schauen reduziert wurde, räumt Wolff jedoch ein: „Die Ausstellung ist kleiner als vor zwei Jahren, aber sie ist nicht schlechter und auch nicht weniger interessant.” Aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise seien ein paar Händler weniger gekommen, es handele sich dabei jedoch um Angebote, die „im Moment ohnehin niemand braucht”.

Auf die Frage, ob Aussteller ihm gegenüber kritische Töne angeschlagen hätten, gibt er zu: „Nach meinem Wissensstand ist die Resonanz bei den Ausstellern durchwachsen. Wir haben durchaus zufriedene Aussteller, aber wir haben auch solche, die viel Publikum benötigen, um kleine Artikel zu veräußern, die sind nicht ganz zufrieden”.

Mit mehr als 80.000 Besuchern hatte Veranstalter Haug-West vor Beginn der Schau für die insgesamt neun Messetage gerechnet. Wird sich diese Erwartung erfüllen? Ausstellungsleiter Günter Wolff bleibt zuversichtlich: „Auch wenn die Wochentage recht schleppend laufen. Das Wochenende wird bestimmt wieder besser.”
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