Aldenhoven - Rathaus-Sanierung mit 450.000 Euro Startgeld

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Rathaus-Sanierung mit 450.000 Euro Startgeld

Von: gep
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Aldenhoven. Das marode, aus dem Jahr 1960 stammende Aldenhovener Rathaus wird mit Geldern aus dem Konjunkturpaket II renoviert. Dazu wären nach einem Gutachten insgesamt 1,3 Millionen Euro erforderlich, doch zur Verfügung stehen nur 450.000 Euro aus diesem Topf.

Schon im laufenden Jahr muss, damit diese Mittel nicht verfallen, mit den Arbeiten begonnen werden. Die Dringlichkeitsstufe I umfasst Maßnahmen in Höhe von rund 360.000 Euro etwa gegen Gebäudefeuchtigkeit, für eine Verbesserung des Brandschutzes und eine Ertüchtigung der überlasteteten Elektrik, berichtete Bürgermeister Lothar Tertel im Hauptausschuss.

Zwar plädiert der Gutachter wegen der Barrierefreiheit für einen Aufzug, der etwa 100.000 Euro kosten würde, doch das Problem ließe sich auch mit dem avisierten „Bürgerbüro” im Erdgeschoss lösen, hieß es.

In der Dringlichkeitsstufe II „zur langfristigen Weiternutzung des Gebäudes” sind Arbeiten unter anderem an den Abwasserleitungen und Heizungsrohren, die ihre „Gesamtlebenserwartung erreicht” haben, aufgelistet, die 73.000 Euro kosten würden.

In der Dringlichkeitsstufe III schließlich rangiert die energetische Sanierung (Dämmung usw.) des Altbaus, die gut 860.000 Euro erfordern würde. Dazu kann man vielleicht später in andere Fördertöpfe greifen, hofft der SPD-Fraktionsvorsitzende Udo Wassenhoven.

Kein „Traumbau auf der Wiese”

Laut Dieter Froning (Freie Wählergemeinschaft) ist durch das Gutachten endgültig erwiesen, dass das Rathaus „im Kern sanierbar” ist und der von der CDU favorisierte „Traumbau auf der Wiese” nicht erforderlich ist. Es gibt aber, so Fronung, „eine Menge zu tun”.

Laut Tertel muss vor den eigentlichen Arbeiten zunächst ein Raumkonzept erstellt werden. Dann müssen im Rathaus, so schätzt Baudezernentin Anita Klotz, „30 bis 50 Prozent der Bediensteten umsiedeln”.

Mit einzuplanen sind auch Einzelbüros für acht Mitarbeiter der Kreisverwaltung, die künftig im Erdgeschoss die Hartz-IV-Empfänger in der Gemeinde betreuen sollen. Auch wenn das dem Kämmerer Michael Ossenkopp Mieteinnahmen einbringt, der finanzielle Erstaufwand ist enorm.

Die Umbaukosten für das Erdgeschoss einschließlich des künftigen Bürgerbüros beziffert der Gutachter grob auf 195.000 Euro. Die Arbeiten umfassen etwa eine Kompletterneuerung der Elektroinstallation, des Fußbodens einschließlich Estrich, eine Glaswand für das Bürgerbüro und eine Neumöblierung desselben und des Wartebereichs.

Und noch eine Feststellung trifft der Gutachter, was die Bediensteten und die Besucher beruhigen dürfte: „Abgesehen von Schimmelpilzbelastungen im Archiv wurden keine Schadstoffbelastungen, die zeitnahe Sanierungsmaßnahmen erfordern könnten, festgestellt.”
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