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Rassismus im Stadion erreicht die unteren Ligen

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Viel Nachdenkenswertes gab Richard Gebhardt den Zuhörern zum Thema „Tatort Stadion” mit auf den Weg. Foto: Greven

Aldenhoven. Das Thema „Fußball und Rechtsextremismus” ist nach wie vor interessant und auch aktuell für den deutschen Fußball, vielleicht weniger für die 1. Bundesliga, wo Auffälligkeiten sofort von den Verbänden geahndet werden. Der Rechtsextremismus hat sich infolgedessen in die unteren Ligen verzogen.

Beim „Politischen Aschermittwoch” im Evangelischen Jugendheim trat Richard Gebhardt, Politikwissenschaftler an der RWTH Aachen, anhand von Beispielen den Beweis dafür an, wie sehr sich der Rassismus der Fußballsportplätze der unteren Klassen bemächtigt.

In seinem Vortrag untersuchte er anhand von aktuellen bundesweiten aber auch lokalen Beispielen die Verbreitung von Rassismus in dieser im Volk so beliebten Sportart und machte die Zuhörer auf die Stadion-Strategien der Neonazis aufmerksam.

Zu dieser Veranstaltung waren die Vertreter der Fußballvereine des Jülicher Landes eingeladen. Bedauerlicherweise hatte die zeitgleich laufende Fernsehübertragung des Champion League-Spiels mit Bayern München wohl viele Fußballer davon abgehalten, sich bei diesem hoch interessanten Thema einmal ins Gedächtnis zu rufen, ob es in ihrem Verein keinen „Tatort Stadion” gibt, keine rassistischen oder diskriminierenden Äußerungen, derer man sich schämen müsste.
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