Radsport geht der Nachwuchs aus

Von: Kr.
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So lange ihnen das Radfahren Freude macht, wollen die Mitglieder des RSC Jülich den Club in bewährter Form weiterführen. Foto: Kròl

Jülich. „Hurra, wir leben noch“ – unter diesen Vorzeichen stand die Jahreshauptversammlung des Radsport Clubs Jülich im Cafe Mainz- Weitz. Rolf von der Gracht, Vorsitzender des RSC und Ehrenvorsitzender im Radsportbezirk Aachen, hält nichts davon, die Situation zu beschönigen.

Nach wie vor stehe der Radsport bei den Bürgern hoch im Kurs, doch immer weniger Menschen wollten ihn im Verein pflegen. Außerdem fehlt es an Nachwuchs. Auch der RSC Jülich ist mit aktuell 36 Mitgliedern arg geschrumpft, und der Altersdurchschnitt liegt recht hoch. Im Radsportbezirk sieht es sogar noch schlechter aus. „Als ich vor acht Jahren mein Amt als Vorsitzender abgab, waren im Bezirk noch 48 Vereine gemeldet. Heute sind es 27.

Viele namhafte Radsportvereine haben mittlerweile aufgegeben“, erklärte er. Der RSC Jülich aber will weitermachen, so lange es geht. So bestätigte die Versammlung den gesamten Vorstand einstimmig in seinen Ämtern. Rolf von der Gracht führt weiterhin den Vorsitz, seine Stellvertreterin ist Anke Witt, Geschäftsführer bleibt Peter Macherey und Schatzmeister Detlev Witt. Fachwart ist Willi Reisen, Pressewart Rob Hahnraths, Schriftführer Peter Macherey, Schatzmeister und Sozialwart Karl Schmitt, Zeugwart Anke Witt.

51 Mal, berichtete der Vorsitzende, hatten sich die Clubmitglieder 2012 getroffen, um Trainingsfahrten zu unternehmen, an RTF-Fahrten teilzunehmen oder Permanente zu fahren. Neun Wertungskarten waren abgegeben worden und bei offiziellen Fahrten haben die Tourenfahrer 28.776 km zurückgelegt. „Wir haben immer noch Spaß am Radfahren und alleine deshalb lohnt es sich schon, den Club am Leben zu erhalten“, bemerkte Fachwart Willi Reisen.

Zudem hatten sich die Radsportler in geselliger Runde beim Grünkohlessen und zur Jahresabschlussfeier getroffen. Nach wie vor unterhält der RSC zwei Permanente, deren Startpunkt beim Autohaus Hostenbach liegt. Von der Gracht dankte ganz besonders dem Autohaus und seiner Mitarbeiterin Anja Grafen, die für den Club die Formalitäten abwickelt. Er dankte darüber hinaus allen, die den RSC und seine Aktivitäten unterstützen. „Wir machen weiter, so lange es geht“, betonte er. Finanziell steht der Verein auf soliden Füßen, berichtete Kassenwart Detlev Witt. Die Kassenprüfer bestätigten einwandfreie Arbeit. Zudem wurde Maria Schmitt geehrt, die seit 25 Jahren dem RSC angehört.

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