Jülich - Pulsierender Big Band-Sound im KuBa

Pulsierender Big Band-Sound im KuBa

Von: Kr.
Letzte Aktualisierung:
7307854.jpg
Mit ihrem Projekt Mama Africa begeisterten die „Big Bandits“ im voll besetzten Kultur Bahnhof. Foto: Kròl

Jülich. Der pure Rhythmus und die Kraft der afrikanischen Musik wird den Zuhörern noch lange nach dem Konzert im Ohr bleiben. Mit ihrem Projekt „Mama Africa“ begeisterten die „Big Bandits“ im voll besetzten Jülicher Kulturbahnhof.

Auf ihrer Spurensuche zur Wiege der modernen schwarzen Musik sind sie rund um den Erdball fündig geworden. Nicht nur das, was heute als Weltmusik bezeichnet wird, entstammt dem Kontinent, sondern auch der Jazz, Blues, Soul, Reggae und die kubanische Musik haben afrikanische Wurzeln.

Eine Brücke zwischen althergebrachten musikalischen Traditionen und Big Band Jazz zu schlagen, war und ist eine Herausforderung für die Musiker erklärte Bandleiter Werner Hüsgen. Bei seinen Recherchen besuchte Hüsgen Südafrika und erfuhr vieles über den Jazz im Kampf gegen die Apartheid und berichtete, dass viele dunkelhäutige Musiker deshalb ins Gefängnis mussten.

Ihre Musik stand für Hoffnung, politische Einstellung, aber auch für Lebensfreude. Dieses Gefühl der Lebensfreude transportierte die Big Band aus der Region Aachen auch an diesem Abend in den KuBa. Kaum einer der Gäste blieb ruhig auf dem Stuhl. Schon nach den ersten Akkordenden „African Market Place“ von Dollar Brand sprang der Funke ins Publikum über.

Die Band steigerte sich von Titel zu Titel bis zum grandiosen Schlussakkord von Miriam Makebas Pata Pata. Dazwischen reihten sich wunderbare Stücke, auch von international weniger bekannten Komponisten aus Ghana, Senegal, Tansania, Europa und Australien. Unterstützt vom senegalesischen Percussionisten Fara Diouf und der Sängerin Julie Nana Assiamah (Ghana) zeigten sich die Big Band-Musiker in bester Spiellaune. Vom Titelsong „Mama Africa“ über Makebas „Ntyilo Ntyilo“ (kleiner Vogel), bis hin zu zur deutschen Version von Elton Johns „Circle of Life“ aus dem Musical „König der Löwen“ ging die musikalische Reise.

Nicht nur die beiden Gastmusiker glänzten an diesem Abend, sondern auch die ganze Band mit ihrer exzellenten Rhythmik und flüssigen Linienführung. Für die tollen Soloausflüge ernten die Musiker immer wieder Szenenapplaus. Der Jazzclub Jülich hatte mit seinem Bestreben ein möglichst großes Spektrum des Jazz vorzustellen einen Volltreffer gelandet.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert