Praxisnah: Fortbildung von Notärzten

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Jülich. Je besser ein Team bei der Erstversorgung von Schwerverletzten aufeinander eingestellt ist, desto besser können die einzelnen Mitglieder zusammenarbeiten.

Das machten sich auch die Notärzte des St. Elisabeth-Krankenhauses und Rettungsassistenten des Deutschen Roten Kreuz, Ortsverband Jülich, sowie des Malteser Hilfsdienstes, Jülich, bei einer gemeinsamen zweitägigen Fortbildung durch PHTLS-Deutschland zu eigen.

Täglich ereignen sich Verkehrs- und Arbeitsunfälle sowie solche in Haus und Garten. Die Notärzte und Rettungsdienstmitarbeiter sind dann schnell vor Ort, und die Erstbehandlung beginnt, noch bevor die Verletzten ins Krankenhaus gebracht werden. Während des sogenannten Prehospital-Trauma-Life-Support-(PHTLS)-Kurses trainierten die Teilnehmer die zügige und professionelle Versorgung von Schwerverletzten am Unfallort.

An einen theoretischen Teil schlossen sich verschiedene Workshops an, die im ambulanten Zentrum und auf den Stationen stattfanden. Die Rettung aus dem Pkw wurde am überdachten Parkplatz des Notarzteinsatzfahrzeuges trainiert. Zwölf Erwachsene, Kinder und Jugendliche, geschminkt als Unfallopfer, unterstützten die acht Notärzte und zwölf Rettungsassistenten.

Timo Schädler, Kurskoordinator von PHTLS Deutschland, und Ralf Bischoni von der Malteser Schule Aachen leiteten den Kurs, der von sieben Instruktoren umgesetzt wurde. Ziel war es, die einzelnen Kompetenzen der an einer Rettung Beteiligten zu bündeln, so dass das Unfallopfer optimal versorgt wird. Es gab keine Einzelmaßnahmen für die beiden Berufsgruppen, sondern ein gemeinsames Konzept.

Ein wichtiger Aspekt war auch die Sicherheit der Rettungskräfte: Die Rettung eines Verletzten aus einer Böschung etwa geht langsamer vonstatten als ein Abtransport auf gerader Strecke. Die „Opfer” bei der Übung gaben den Rettern nach erfolgreicher Erstversorgung zudem Rückmeldungen aus ihrer Sicht dazu. Der Kurs endete mit einer schriftlichen Prüfung.

Der technische Dienst, die Hauswirtschaft und die Küche des St. Elisabeth-Krankenhauses waren eng in die Vor- und Nachbereitung eingebunden, so dass die Teilnehmer der Fortbildung sich voll und ganz auf ihren Kurs konzentrieren konnten. Die Hans-Lamers-Stiftung aus Jülich und die Firma TPM Tietze & Pozo Medizintechnik GmbH aus Alsdorf unterstützten die Veranstaltung zudem finanziell.

Neben einigen von externen Anbietern durchgeführten Fortbildungsveranstaltungen nehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den ctw-Einrichtungen zusätzlich die Weiterbildungsangebote der ctw-Akademie wahr. Diese Einrichtung für Gesundheitsbildung der Caritas Trägergesellschaft West bietet ganzjährig zahlreiche Fortbildungen auch für externe Interessierte aus den Berufsgruppen des Gesundheitsbereichs an.

Dazu gehören zum Beispiel zertifizierte Fortbildungen, bei denen Ärzte aus Krankenhäusern und niedergelassenen Praxen unterschiedlicher Fachrichtungen in ihren Fort- und Weiterbildungsaktivitäten unterstützt werden.

Die „Ultraschall-Tage” etwa finden an mehreren Tagen im Jahr statt und beinhalten Informationen und praktische Übungen zu unterschiedlichen Untersuchungen und Behandlungen mit dieser Technik wie zum Beispiel Ultraschall der Schilddrüse, regionale Nervenblockaden unter Ultraschallsicht in der Anästhesie oder die fetale Echokardiographie, also die Ultraschallherzuntersuchung des Ungeborenen.

Die Kurse werden von der Ärztekammer Nordrhein zertifiziert, die meisten Ultraschallfortbildungen sind zudem ebenfalls von der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) zertifiziert.
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