Jülich - Positive Erfahrungen im Gepäck

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Positive Erfahrungen im Gepäck

Von: Anja Klingbeil
Letzte Aktualisierung:

Jülich. Die Blasen an den Händen sind mittlerweile wieder verschwunden. Dafür sind jede Menge gute Erinnerungen im Gepäck: Drei Wochen verbrachten 14 Schülerinnen und vier Lehrerinnen des Mädchengymnasiums (MGJ) in Kenia.

Dort haben sie kräftig mitgeholfen beim Bau einer Biogasanlage im Kinderheim „Wajibu Wetu” (Suaheli für „Unsere Verantwortung”). Besucht haben die jungen Erwachsenen zudem die Aus- und Fortbildungsstätte „Kimlea”.

Entstanden ist die Partnerschaft mit dem ostafrikanischen Land bereits 2005, als im Rahmen des Weltjugendtages eine Gruppe Afrikaner Jülich besuchte.

Seitdem unterstützt das MGJ das Kinderheim in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Geführt wird die Einrichtung von Jane und George Kilonzo. Sie haben das Haus in privater Initiative aufgebaut, um Straßenkindern sowie Aidswaisen ein Zuhause zu bieten.

Mit 6000 Euro ist die Biogasanlage eines der größeren Projekte, die das MGJ in Kenia auch finanziell unterstützt. Gesammelt wurde das Geld unter anderem auf Schulfesten. „Wenn man selber vor Ort ist, um mitzuhelfen, sieht man gleich, was man geleistet hat. So weiß man auch, dass das Geld genau dort ankommt, wo es gebraucht wird”, sagt Lara Zeitler. Deshalb war es für sie auch gleich klar, dass sie mit nach Kenia fährt.

„Als Tourist kriegt man nicht so viel von einem Land mit wie wir jetzt”, sagt die Gymnasiastian. Dann sieht man vielleicht nur die schönen Seiten vom Palmenstrand bis zu den afrikanischen Tieren. Was die Schülerinnen zuerst sahen, war aber das Elend, die arme Seite des schwarzen Kontinents. „Das war schon ein Schock. Es sah alles sehr heruntergekommen aus.” Laura Carciotto erinnert sich noch gut an die Ankunft im Kinderheim. „Doch als wir dann die Slums besucht haben, konnte man sehen, wie gut es den Kindern im Heim geht”, erzählt sie.

Der erste Schrecken war schnell überwunden. „Das Tolle sind die Menschen. Obwohl es ihnen nicht so gut geht, sind sie immer sehr freundlich und offen”, erzählt Janine Schmitz. Apropos Mentalität: Die deutsche haben die Schülerinnen dann doch vermisst. „Das habe ich gemerkt, als ich wieder Zuhause war. Das geregelte Leben hat mir gefehlt. Ich hätte nie gedacht, dass ich das vermisse”, sagt Laura Carciotto erstaunt.

Die gemachten Erfahrungen will keines der Mädchen missen. „Es hat wirklich viel Spaß gemacht”, betont Lisa Winkler. Nur auf die Blasen an den Händen vom Graben hätten die jungen Damen gerne verzichtet. „Aber wir haben tapfer mit den Schaufeln gekämpft”, sagen sie schmunzelnd.
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