Politiker fordern Konzept für Kommende

Von: Adi Zantis
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Mit der stellvertretenden Landrätin Liesel Koschorreck (3. v. r.) und dem SPD-Bundestagsabgeordneten Dietmar Nietan (2. v. r.) konnten Bürgermeister Lothar Tertel (r.) und die Fördervereinsmitglieder (v. l.) Franz-Horst Besse, Elke Geilenkirchen und Vorsitzender Guido von Büren eine interessierte SPD-Delegation im Innenhof der Siersdorfer Kommende empfangen. Foto: Zantis

Siersdorf. Mit einem Besuch der Kommende Siersdorf haben sich auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Dietmar Nietan und die stellvertretende Landrätin Liesel Koschorreck (SPD) in die Gruppe der handlungswilligen Befürworter eines Erhalts der Ordensburg eingereiht.

Neben seinen Bundestagskollegen Staatssekretär Thomas Rachel (CDU) und Oliver Krischer (Grüne) sprach sich auch Sozialdemokrat Nietan für Anstrengungen in der Angelegenheit Kommende aus. „Wir müssen für dieses Vorhaben gemeinsam einen Weg finden, um ein tragfähiges Konzept zu entwickeln.” In diesem Kontext befürwortet der SPD-Abgeordnete „einen runden Tisch”, an dem „sich alle Entscheidungsträger zusammen um eine Lösung für die Bestandssicherung der Ordensburg einbringen”.

Da sind die Gemeinde Aldenhoven, der Kreis Düren, die Kölner Bezirksregierung, der Landschaftsverband, die Denkmalschutzbehörde sowie das Land NRW und der Bund. „Auf jeden Fall”, so betonte es Dietmar Nietan, „sollte man das Verfahren beschleunigen”. „Wenn alle ihr Wollen signalisieren, könnte daraus schon ein wichtiger Startpunkt werden!”

Auch die SPD-Kreistagsabgeordnete Liesel Koschorreck befürwortete nachdrücklich dieses Vorhaben als eine gangbare Lösung für die Bemühungen um die Kommende. „Wir müssen uns auch vom Kreis Düren hierzu mit Aktivitäten einsetzen!” Für die SPD-Politikerin ist es wichtig, „dass wir dieses wertvolle Kulturgut im Kreis Düren für die Zukunft in seiner gesellschaftlichen Bedeutung erhalten”.

Von Aldenhovens Bürgermeister Lothar Tertel, dem Jülicher Historiker Guido von Büren, Vorsitzender des Fördervereins Kommende, sowie den Vorstandsmitgliedern Elke Geilenkirchen und Franz-Horst Besse wurde die SPD-Delegation über den derzeitigen Stand der Rettungsmaßnahmen für das Herrenhaus der Kommende informiert.

Als versierter Kenner der Siersdorfer Ordensgeschichte erwähnte Vorsitzender von Büren die Gründung der Siersdorfer Niederlassung im 13. Jahrhundert und sprach von einer über Jahrhunderte währenden Blütezeit, in der sich der Deutsche Orden an seinem Standort Siersdorf entwickelte. Fast 600 Jahre waren die Ordensritter im Jülicher Land präsent. Erst nach der Säkularisierung Anfang 1800 ging der Ordensbesitz durch Versteigerung in den Besitz der Aachener Fabrikantenfamilie Heusch über, deren Erbengemeinschaft heute noch Eigentümer des Herrenhauses ist.

Fördervereinsvorsitzender von Büren bewertete den aktuellen Stand um den Erhalt des Komplexes „an einem entscheidenden Wendepunkt”. Hier kann man einem drohenden Verfall nur durch „sofortiges Handeln entgegenwirken”. Da ohnehin nach Einschätzung auch von Bürgermeister Tertel an eine große Lösung für eine Nutzbarmachung vorerst kaum zu denken ist, muss man sich zunächst mit erhaltenswerten Maßnahmen begnügen.

Dabei verwies Guido von Büren auf ein von Facharchitekten aufgestelltes Sicherungskonzept hin, in dem ein Notdach, eine Entgrünung mit Mauerschutz, Turmbefestigungen sowie Vorkehrungen für eine Säuberung des Burggrabens als erste Maßnahmen vorgesehen sind. Derzeit geschätzte Kosten liegen bei etwa 500.000 Euro.
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