Politik befürchtet eine „zu große Einengung für Linnich”

Von: ng
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Linnich. Zu großen Diskussionen im Linnicher Stadtentwicklungsausschuss führte der Beschlussvorschlag zur Änderung des Flächennutzungsplanes.

Den Antrag stellte die Firma Feiter, die seit 25 Jahren „Im Gansbruch” in Linnich eine Kiesgrube zur Rohstoffversorgung des eigenen Betonsteinwerks betreibt. Die Kiesvorräte in der Grube werden einen Abbau voraussichtlich nur noch bis Ende des Jahres ermöglichen.

Die Firma ist auf die Erschließung neuer Kiesvorkommen angewiesen. Die ursprünglich geplante Erweiterung der Abbaufläche in südöstlicher Richtung des Betriebes ist nicht möglich, da die Fläche durch den Rursprung gequert wird und keine wasserrechtliche Erlaubnis zu bekommen war. Deshalb möchte das Unternehmen eine neue Abbaufläche erschließen, die sich in nord-westlicher Lage zum bestehenden Werk befindet.

Der geplante Abgrabungsbereich sollte im Flächennutzungsplan an diesem Sitzungs-Abend planungsrechtlich gesichert werden. Denn: Eine echte Alternative zu dieser Abbaufläche sei nicht gegeben, teilte die VDH-Projektmanagement GmbH, die sich im Auftrag der Firma mit der Planung beschäftigt, mit. Sie forderte einen schnellen Entschluss des Ausschusses.

„Ich will mich nicht auf diesen Druck einlassen”, sagte Hans-Willi Dohmen (CDU). Die vorgeschlagene Erschließungsfläche greife in die spätere Planung der Stadt Linnich ein, kritisierte er. Mit dieser Ansicht war der CDU-Mann nicht allein.

Es handele sich, so die Mehrheit der Ausschussmitglieder, bei der gewünschten Abbaufläche um ein Gebiet, in dem ein neues Gewerbebiet entstehen könnte - auch die Anbindung der Landstraße 253 an die Bundesstraße 57 ist dort angedacht. „Das ist eine zu große Einengung für Linnich”, erklärte Dohmen resolut.

Auch Ausschussvorsitzender Hans-Friedrich Oetjen (SPD) schloss sich der Meinung des CDU-Manns an: „Das kann der Antragsteller beim besten Willen nicht verlangen. Das ist die einzige Richtung, in die sich die Stadt mit Gewerbefläche ausbreiten kann.”

Nach langwieriger Erörterung der Situation und der Diskussion möglicher Alternativen kamen Ausschuss und das Projektmanagement-Büro überein, das Thema in der Novembersitzung des Ausschusses noch einmal auf die Tagesordnung zu setzen. Bis dahin soll das Büro mit der Bezirksregierung Köln über eine Verlagerung der Abbaufläche nach Osten diskutieren.
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