Platzsuche geht weiter: Wohin passen Dukes ?

Von: vpu
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Dieser Tribünen-Wall trennt den Rasen- vom Aschenplatz des SV Jülich 1912. Er müsste komplett abgetragen werden, um einen Baseballplatz im Jülicher Stadion einzurichten, aber auch das reicht noch nicht. Foto: Uerlings
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Dieser Tribünen-Wall trennt den Rasen- vom Aschenplatz des SV Jülich 1912. Er müsste komplett abgetragen werden, um einen Baseballplatz im Jülicher Stadion einzurichten, aber auch das reicht noch nicht. Foto: Uerlings

Jülich. So ein Baseballplatz ist keine Kleinigkeit – weder von den tatsächlichen Dimensionen noch von der politischen Bedeutung. 30000 bis 40000 Quadratmeter sind gefordert, damit der Baseballclub Jülich Dukes sowohl eine neue Wettkampfstätte für höhere Ligen als auch einen Softballplatz für den Nachwuchs einrichten kann.

Rat und Verwaltung wollen dem Verein zu helfen, aber ein Gelände dieser Größe ist eben schwierig zu finden. Auch im Karl-Knipp-rath-Stadion scheint der Platz nicht zu reichen, wie in der Sitzung des Sportausschusses deutlich wurde. Das Thema kommt auch beim Stadtgespräch morgen ab 19.30 Uhr im Kulturbahnhof zur Sprache.

Der reine Rasenplatz, der per Vertrag bislang vorwiegend vom SV Jülich 1912 genutzt wird, ist definitiv zu klein, um eine Wettkampfstätte der Dukes in erforderlicher Größe einzurichten. Ein seitlicher Wall – derzeit als Tribüne auf gesamter Platzlänge teilgepflastert – müsste abgetragen werden, was inklusive Rodung sicher eine Stange Geld kostet. Ganz zu schweigen davon, dass die „Zwölfer“ dann keinen eigenen Rasenplatz mehr hätten, wenn sie ab August wieder am Spielbetrieb teilnehmen.

Außerdem wäre nur die eine Hälfte der Dukes-Wünsche erfüllt. Der Softballplatz wäre noch nicht untergebracht. Er soll sich, wie Dezernentin Katarina Esser, berichtete, am besten in 50 bis 100 Meter Entfernung zum Wettkampfareal befinden, damit Gebäude gemeinsam genutzt werden können.

Das alles scheint jedenfalls im Karl-Knipprath-Stadion nicht so einfach zu sein. Dezernentin Esser: „Parallel dazu werden andere Flächen untersucht.“ Die Kommunalpolitiker waren enttäuscht, dass die Verwaltung keine Lösungsvorschläge unterbreitete. Lambert Schmidt (CDU): „Ich hatte die Erwartungshaltung, dass uns Alternativen vorgelegt werden.“

Gleichwohl zog sich Beigeordneter Martin Schulz als Überbringer schlechter Nachrichten den Unmut einiger Politiker zu. Er hatte darauf hingewiesen, dass die Bezirksregierung nicht jeden Standort absegnet. Schulz erinnerte an den Wunschstandort fürs Jugendgästehaus im Bereich nahe der heutigen Container am Parkeingang. Da wurde die Zustimmung ebenfalls versagt. Und generell gelte für Sportanlagen, die nicht siedlungsnah errichtet würden, dass sie „landschaftsgeprägt“ sein müssten – wie ein Golfplatz zum Beispiel. Ein Baseballplatz sei das nicht. Dem widersprachen Ulrike Becker („Ein Baseballplatz besteht aus Rasen, Rasen und noch ‘mal Rasen“) von der Jül oder Al-fred Hermes (CDU).

Dr. Lutz Baumgärtner (Grüne) fragte nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Dukes: „Ich habe erhebliche Zweifel, ob der Verein Platz und Gebäude errichten und betreiben kann.“ Denn das müsste er, da die Stadt kein Geld zur Verfügung stellen könne. Die Dukes könnten eventuell Fördergelder erhalten, informierte Katarina Esser, „aber dazu muss klar sein, über welche Fläche geredet wird.“

Diese Klarheit besteht nicht. Die Politik untermauerte im Ausschuss aber den Auftrag an die Verwaltung, weiter zu suchen.

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