Linnich - PKL will „eine Alternative” sein

PKL will „eine Alternative” sein

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Linnich. Noch ist das Duo „Parteilose Kandidaten Linnichs” (PKL) auf sich allein gestellt, aber die Rekrutierungsphase ist angelaufen. Vor einem handverlesenen Publikum stellten Michael Hintzen und Hartmut Mandelartz sich, ihre politische Vita und ihre Ziele vor.

Mit Heinz Frey aus Merzenhausen, Stadtverordneter der JÜL-Fraktion im Jülicher Stadtrat , stand den beiden PKLern ein erfahrener Berater in Sachen Unabhängige Wählergemeinschaft zur Seite. Frey war es auch, der die beiden Linnicher Unabhängigen auf die Kandidatenliste der Kreistagswahl gehoben hatte. Dort gilt, was Frey schon für das Jülicher Stadtparlament gefordert hatte: „Man braucht unbedingt eine Alternative.”

Hintzen und Mandelartz ließen keinen Zweifel an ihren Absichten aufkommen. Vom parteilosen Status gleich in den Wahlkampf zu starten, ist unser Ziel.” Auf ein festgefügtes Programm verzichteten beide bewusst. Um auf akute Probleme reagieren zu können, wäre eine vorgegebene Agenda eher hinderlich, befanden sie.

Stattdessen formulierten sie übergeordnete Grundätze, denen sie konkrete Fälle” zuordnen. Wir wollen eine bürgernaher Politik machen”, sagte Hintzen und führte als Beispiel die Kanalbau- und Straßenausbaupläne im Linnicher Eward an (wir berichteten ausführlich). „Da haben die größeren Parteien gegen die Bürger gearbeitet”, urteilte Hintzen.

Ein weiterer Leitgedanke ist, die Dörfer an die Kernstadt anzuschließen”. In diesem Zusammenhang beklagte Hintzen mit Hinweis auf ein Gutachten zur Linnicher Infrastruktur, das seit Jahren ohne praktische Konsequenzen geblieben sei: Der Stadtmarketing-Verein kommt für mich zehn Jahre zu spät.”

Ein Schwerpunkt auf der Arbeitsliste der PKL wird der Schulbereich sein. Die Schülerzahlen ließen am Überleben der Hauptschulen in Linnich, Aldenhoven und Titz in 15 Jahren zweifeln. Linnich als Schulstandort im Nordkreis zu positionieren, hielten Hinten und Mandelartz für ein absolutes Muss.

Verwaltung und Rat warfen die beiden PKLer vor, sich eher durch Tatenlosigkeit auszuzeichnen. Angesichts der Grenzlage Linnichs zu zwei Nachbarkreisen und deren üppigem Angebot an weiterbildenden Schulformen sowie der Aktivitäten des Bürgermeisters in Jülich, das Schulwesen in der Herzogstadt zu verändern, befürchteten die PKLer mit Blick auf Linnich: „Hier verkümmert die Schullandschaft!”

Das Schulproblem, aber auch der Ausbau der verkehrlichen Infrakstruktur - Stichwort Neu-/Ausbau der Bahnstrecke Linnich-Lindern oder Linnich-Baal - verdeutliche, so die PKL, eine Grundforderung: Wir brauchen Konzepte mit Langfristigkeit in vielen Dingen.”

Mit zwei Vertretern an den kommunalpolirischen Schalthebeln ist eine solche Arbeitsliste nur schwerlich umzusetzen. Die PKLer setzten an ihrem Infoabend auf Helfer. Mit acht potenziellen Zusagen fehlten noch sechs Kandidaten, um alle Wahlkreise zu besetzen. Ein Wunsch der PKL ist es, in jedem Ort einen Gleichgesinnten aufstellen zu könne. Nur so könne gewährleistet werden, Vertrauenspersonen mit der notwendigen Sach- und Ortskenntnis zu stellen.

Die beiden PKLer sahen sich natürlich mit auch einigen Nachfragen konfrontiert - etwa nach der Finanzierung. „Die Mitgliedschaft wird kostenlos sein.” Die Finanzierung erfolgt über einen Teil der Aufwandsentschädigung der Mandate. Bei Anstimmungen im Stadtrat wird es „einen Fraktionszwang wird es nicht geben”. Auch wird es keine Koaltionsaussagen geben. „Die machen wir nicht.”

Nach dieser Infoveranstaltung, bei der im Übrigen Cato Hilfert, Stadtverordneter und Fraktionschef der Bündnisgrünen im Rat, interessierter Zaungast war, steuern die beiden PKLer Hintzen und Mandelarzt nun auf die Stunde der Wahrheit zu. Für den 3. Juli, 19 Uhr, ist die Gründungsversammlung der UWG PKL im Linnicher Rathaussaal geplant.
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