Selgersdorf - Pfarrkirche St. Stephanus: Immer wieder aus Ruinen neu errichtet

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Pfarrkirche St. Stephanus: Immer wieder aus Ruinen neu errichtet

Von: jago
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Pfarrfest zur 100-Jahr-Feier:
Pfarrfest zur 100-Jahr-Feier: Weihbischof Gerd Dicke und Pastor Dr. Peter Jöcken zelebrierten gemeinsam den Festgottesdienst, dem sich ein Festkommers anschloss. Foto: Jagodzinka

Selgersdorf. „Ein Haus voll Glorie schauet” erklang es zum Auftakt des Gottesdienstes in der Selgersdorfer St. Stephanus Pfarrkirche. Weihbischof Gerd Dicke und Pastor Dr. Peter Jöcken zelebrierten ihn gemeinsam zur Feier des 100. Jahrestags des Neubaus des Gotteshauses.

Initiiert worden war dieser ebenso wie der anschließende Festkommers vom Pfarrgemeinderat, der damit ein Zeichen setzte, dass Kirche im Dorf auch in Zeiten von Priestermangel und Kirchenaustritten funktionieren kann.

Gewissermaßen war man damit dem Aufruf des Weihbischofs vorausgeeilt, der in seiner Predigt ermunterte: „Wenn Kirche nur noch ein steinernes Museum ist, ist sie nicht mehr lebendig. So sind wir aufgerufen, so viel lebendigen Glauben zu erzeugen, dass er uns auch in der Zukunft tragen wird”.

Die Erinnerung daran, dass die aktuelle Kirche nicht die erste im Ort, sondern seit 1225 immer wieder aus Ruinen neu errichtet worden sei, zeige, wie sehr auch die Kirche einem stetigen Auf und Ab unterworfen sei. „Dies ist ein besonderer Anlass des Dankes an all die Menschen, die immer wieder den Mut hatten, neu anzufangen.”

Für eine großartige und würdige musikalische Bereicherung sorgte die Kirchenchorgemeinschaft aus Selgersdorf und Stetternich. Selten hört man die zu Gehör gebrachten Kirchenlieder in so hervorragender Interpretation. Den Festkommers leitete Johannes Thelen mit zwei auf der Trompete gespielten Kirchenliedern ein. Verbunden mit einem Dank an Dr. Peter Nieveler und Albert Brüsselbach für deren Engagement zur Erstellung der aufwändig gestalteten Festchronik begrüßte Cordula Schmitz, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, die Gäste.

Als Schirmherr würdigte Bürgermeister Heinrich Stommel das Engagement der „Menschen, die Ideen entwickeln und in der Gemeinde aktiv werden” und sprach die Hoffnung aus, dass sich auch in Zukunft Menschen fänden, die ihre Freizeit investieren würden. Pastor Jöcken nahm den Rückblick zum Anlass, auch in die Zukunft zu schauen, die für die Selgersdorfer Katholiken im kommenden Jahr durch die Zusammenlegung in der „Pfarre Heilig Geist Jülich” eine Neuorientierung bedeutet.

„Oftmals noch zementierte Mauern um unseren Kirchturm abreißen” sei das Rezept, das dazu beitragen könne, daraus einen Erfolg für die Gemeinschaft erwachsen zu lassen. Diesen Gedanken nahm Weihbischof Dicke auf und ergänzte: „Die Sehnsucht nach Gemeinschaft kann nur klappen, wenn man aufeinander zugeht. Erst durch den Zusammenhalt bleibt das Leben lebenswert.”

Die musikalische Gestaltung durch Anke Keppels „Adelgundisspatzen” aus Koslar und die Flötengruppe unter Leitung von Babsi Jörrens wurde von den Gästen mit viel Beifall bedacht.

Der Pfarrfestsonntag mit reichlich Musik stand im Zeichen der Familien und wurde mit einer Kirchenführung von Pastor Jöcken und einer Präsentation zur Neugestaltung der Kirche ergänzt.
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