Pfarrerehepaar Grashof nimmt Abschied

Von: Daniela Mengel-Driefert
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Jutta und Dr. Johannes Grashof werden die Evangelische Kirchengemeinde Kirchherten-Titz-Oberembt verlassen. Foto: D. Mengel-Driefert

Titz. Noch im letzten Jahr wurde 25 jähriges Jubiläum gefeiert. Nun verlassen Jutta und Dr. Johannes Grashof die Evangelische Kirchengemeinde Kirchherten-Titz und folgen einem Ruf in die Nordkirche.

Pfarrer Johannes Grashof trat seinen Dienst in der neuen Pfarrstelle in Pasewalk am Stettiner Haff zum 4. Advent 2013 an. Pfarrerin Jutta Grashof folgt im Mai 2014. Das Ehepaar zieht die Konsequenz aus der Tatsache, dass ihre Pfarrstelle nicht auf Dauer gesichert ist.

Die Evangelische Kirchengemeinde Kirchherten verteilt sich auf viele verschiedene Ortschaften und einzeln liegenden Gehöften, zugehörig zu zwei Städten-Bedburg und Elsdorf- und der Gemeinde Titz, die wiederum in zwei Landkreisen liegen, dem Rhein-Erft-Kreis und dem Kreis Düren. Die Gotteshäuser befinden sich in Kirchherten, Titz und Oberembt.

Schon die Ausübung der Grunddienste erfordert, aufgrund der räumlichen Distanzen, viel Zeit und Einsatz. Das Pfarrerehepaar teilte sich eine Stelle und engagierte sich viele Jahre über das normale Maß hinaus. Besonders die jährlichen Kinderbibelwochen, die Grashofs jedes Jahr neu mit viel Liebe zum Detail gestalteten, fanden viel Anklang. Trotz des großen Engagements war es nicht einfach, wenn nicht unmöglich, die räumlich verstreute Gemeinde zusammenzuführen. Eingestellt wurde das Pfarrerehepaar vor 25 Jahren mit einem Dienstumfang von 100 Prozent. Im Laufe der Jahre wurde die Bedarfsorientierung aufgegeben und heute entscheidet die Zahl der Gemeindemitglieder über den Dienstumfang. Diese Zahl liegt unter dem Soll. Der demografische Wandel leitete einen Schrumpfungsprozess ein und in der evangelischen Kirche ist ein Konsolidierungsprozess im Gange. „Wir werden gehen, da unsere Pfarrstelle nicht auf Dauer gesichert ist“, macht Jutta Grashof deutlich.

Wer die Stelle übernehmen wird und ob die Gemeinde in der jetzigen Form erhalten bleibt, sind Fragen, die anstehen und zu lösen sind. Johannes Grashof erklärt: „Es ist ein Strukturproblem, mit dem wir uns hier rumschlagen. Wir selbst verhindern, dass dieses Problem gelöst wird, wenn wir hier bleiben.“ Beantragt ist eine pfarramtliche Begleitung im Übergang. In Gesprächen mit der Gemeinde soll eine Lösung entwickelt werden.

Möglich wäre eine pfarramtliche Verbindung, in der ein Pfarrer für mehrere Gemeinden zuständig ist oder auch eine Aufteilung der Gemeinde. Die pfarramtliche Betreuung wird auf jeden Fall nach dem 1. Mai mit Gottesdiensten, Konfirmandenunterricht, seelsorgerischer Begleitung und einem Gemeindebrief, fortgeführt. Der letzte gemeinsame Gottesdienst mit Jutta und Johannes Grashof wird am 27. April 2014 in Kirchherten gefeiert.

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