Aldenhoven - Peinliche Posse um eine Merzbachbrücke

Peinliche Posse um eine Merzbachbrücke

Von: Antonius Wolters
Letzte Aktualisierung:
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Befahrbar, aber noch nicht fertig: Ein Bericht über die Merzbachbrücke an der Wiesenstraße in Aldenhoven hat der CDU und Ortsbürgermeister Dieter Drehsen reichlich Spott eingetragen. Foto: Wolters

Aldenhoven. Pleiten, Pech, Pannen und eine Provinzposse begleiten die Sanierung der Merzbachbrücke Wiesenstraße in Aldenhoven, die auch Thema der jüngsten Gemeinderatssitzung war. Bitterlich beklagte sich dort Aldenhovens Ortsvorsteher Dieter Drehsen. „An jeder Ecke bekomme ich Nackenschläge.”

Der Grund sind Verzögerungen bei der Fertigstellung der Merzbachbrückensanierung, die in der Dezember-Ausgabe des CDU-Mitteilungsblattes unter dem Titel „Ende gut, alles gut!” bereits vollmundig verkündet worden war.

In der Ratssitzung bat Drehsen deshalb ultimativ um eine Richtigstellung in der Januar-Ausgabe von „Aldenhoven Info”, dem Mitteilungsblatt der Gemeinde.

Bauzeitenplan torpediert

Die kalte und feuchte Witterung torpedierte letztlich die tatsächlich laut Bauzeitenplan für Anfang Dezember vorgesehene Fertigstellung der Brücke Wiesenstraße.

Nach Montage der Brückenplatte Ende November sollte umgehend die Abdichtung des Bauwerks mit Epoxidharz erfolgen, doch für diese Arbeiten ist eine Umgebungstemperatur von acht Grad über einen Zeitraum von mindestens 72 Stunden zu garantieren. Ein Temperatursturz Anfang Dezember verhinderte jedoch die Dichtungsarbeiten. Die Verwaltung geht inzwischen davon aus, dass die endgültige Fertigstellung erst im Frühjahr erfolgen kann.

Weitere Verzögerungen

Bei der Diskussion im Rat wurden weitere Verzögerungen erwähnt, die bei der Brückensanierung zu beklagen waren. So wurden erst bei den Arbeiten so große Schäden festgestellt, dass eine Umplanung mit vollständigem Abriss des alten Übergangs und der Bau einer neuen Brücke aus Fertigteilen notwendig wurden.

Um eine Freigabe der Brücke vor den Feiertagen zu sichern, wurde auf Drängen von Verwaltung und politischen Gremien als Sofortmaßnahme die Fahrbahn so weit hergerichtet, dass für den Pkw-Verkehr ein Befahren des Merzbach-Übergangs möglich ist. Fußgänger sind durch entsprechende Absperrungen geschützt.

Doch da war die „Ende gut, alles gut-Geschichte” der Aldenhovener Christdemokraten längst in der Welt. „Ihre Meldung im CDU-Infoblatt ist wohl eher eine Ente als eine Tatsache, über die sich die Anrainer und Anlieger der Wiesenstraße wohl nicht so recht freuen können”, schrieb unserer Leser Günther Faust sogar einen offenen Brief an den Ortsbürgermeister Dieter Drehsen, der bei der Verteilung der CDU-Postille wohl beim Passieren der Brücke einfach weggeschaut habe.
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