Parteichef der UWG Jül scheidet im Streit

Von: -vpu-
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Der Stadtparteichef hat der UW
Der Stadtparteichef hat der UWG Jül im Streit den Rücken gekehrt: Detlef Strauss.

Jülich. Der Jülicher Stadtrat ist ab sofort noch „vielfältiger”, weil es einen fraktionslosen Ratsvertreter mehr gibt. Eine Führungspersönlichkeit der Unabhängigen Wählergemeinschaft Jül e.V., nämlich deren Vorsitzender, kehrte seiner Partei den Rücken.

Detlef Strauss hat mit Wirkung vom 10. September sowohl den Vorsitz niedergelegt als auch seine Mitgliedschaft beendet. Ausgeschieden ist er zudem aus der Stadtratsfraktion der Jül, nicht aber aus dem Rat.

Die Gründe liegen offenbar im zwischenmenschlichen Bereich. Denn Strauss hat gegenüber unserer Zeitung erklärt, dass „teilweise hinter meinem Rücken vorgetragene Intrigen und haltlose Vorwürfe” gegen ihn die Ursache gewesen seien. Politische Motive für sein Handeln hat es laut Strauss nicht gegeben.

Die „Intrigen und Vorwürfe” müssen den ehemaligen Jül-Vereinschef ins Mark getroffen haben, denn er deutet an, dass in der Angelegenheit „noch Gespräche mit meinem Rechtsbeistand laufen”.

Auch von der Führung der Fraktion zeigte sich Detlef Strauss enttäuscht. Der Fraktionsvorstand habe „trotz meiner mehrfachen schriftlichen Aufforderungen den Frieden in der Fraktion nicht wieder herstellen” können oder wollen. Er habe zu insgesamt drei Handelnden in der Jül-Fraktion kein Vertrauen mehr und könne daher nicht mehr mit ihnen zusammenarbeiten.

Einer der von Strauss Angesprochenen ist Jül-Fraktionschef Heinz Frey. Auf Anfrage unserer Zeitung sagte er: „Ich bin heilfroh, dass es nicht um politische Dinge geht.” Strauss reagiere auf persönliche und private Dissonanzen, „was ich bedauere”. Frey wörtlich: „Ich habe seine Arbeit immer geschätzt, seine Reaktion jetzt finde ich aber unverständlich und überzogen.”

Die Stadtpartei werde im Herbst zu einer Versammlung einladen und dann einen Nachfolger wählen.

Detlef Strauss bleibt im Stadtrat, wo er zunächst als fraktionsloser Vertreter arbeiten wird.
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