Parknot in der Martin-Luther-Straße: Einbahnstraße „einzige Möglichkeit”

Von: gep
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Oft sind auch die Bürgersteig
Oft sind auch die Bürgersteige zugeparkt: Theo Herber, Anwohner der Martin-Luther-Straße, in seinem Rollstuhl. Foto: gep

Aldenhoven. Der Ortstermin mit dem Straßenverkehrsamt steht zwar noch an, doch nach Einschätzung des Aldenhovener Bürgermeisters Lothar Tertel ist wohl eine Einbahnstraßen-Regelung für die Martin-Luther-Straße die „einzige Möglichkeit, die schwierige Parksituation dort zu entschärfen.

Wie berichtet, ist die Situation eskaliert, weil im Auftrag der Gemeinde ein „Knöllchen-Sheriff” auch dort gegen Falschparker vorgeht. Nach Angaben von Tertel wird es schwer werden, „für jeden eine verträgliche Lösung” zu finden. So müsse etwa berücksichtigt werden, dass in der engen Straße die Zufahrt zu Garagen weiterhin gewährleistet sein müsse.

Zudem gilt für die Kommune, die im Zuge des NRW-Stärkungspakt Stadtfinanzen zwangssaniert werden soll: „Wir müssen das auch finanzieren können.”

Gedanken gemacht

Inzwischen haben sich zahlreiche Anwohner Gedanken gemacht und im Rathaus ihre Vorschläge vorgebracht. Neben einer Einbahnstraßen-Regelung sind etwa Anwohnerparken, schraffierte Parkflächen oder ein eingeschränktes Halteverbot ins Gespräch gebracht worden. Einer der Anwohner, der besonders betroffen ist, wenn die Bürgersteige zugeparkt sind, ist Theo Herber (81).

Der ehemalige Bergmann - er war zuletzt Leiter des Untertage-Betriebsbüros auf der Zeche Emil Mayrisch - ist Rollstuhlfahrer, er leidet unter Staublunge und COPD (chronisch obstruktive Bronchitis/Lungenemphysem). Nach seiner Darstellung wurde der entscheidende Fehler in der Martin-Luther-Straße vor 50 Jahren von der Gemeinde begangen. Ein Grundstück in der Straße sei zunächst für den Bau von Garagen vorgesehen gewesen, dann für einen Kinderspielplatz verplant und schließlich von der Gemeinde an einen Privaten verkauft und bebaut worden. Damit habe das Rathaus es „versaut”.

Nach seiner Erfahrung gibt es im gesamten Ort Aldenhoven „für Rollstuhlfahrer sehr viel zu tun”. Denn an vielen Stellen stellten Bordsteine ein unüberwindliches Hindernis dar - wie etwa zwischen der Marienkapelle und der Martinuskirche.
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