Barmen - Overbacher Kirmes ohne Geisterbahn

Overbacher Kirmes ohne Geisterbahn

Von: Dorothée Schenk
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Ein Mega-Spektakel  ist jedes
Ein Mega-Spektakel ist jedes Jahr die Overbacher Kirmes. Foto: Schenk

Barmen. Es ist ein Großprojekt, das am letzten Septemberwochenende rund um das Barmener Wasserschloss gestämmt wird: Über 8000 Menschen freuen sich jedes Jahr auf die Overbacher Kirmes. Längst ist die Veranstaltung über ein Schulfest des gastgebenden Gymnasiums hinausgewachsen. In diesem Jahr findet sie zum 32. Mal statt.

Es engagieren sich nicht nur die 945 Schüler mit und für ihre Familien, die Overbacher Kirmes ist ein Ehemaligentreff, ein gesellschaftliches Ereignis für das Jülicher Land. „MINT und Sport”, konkret Bewegung für Körper und Geist sind in diesem Jahr das Leitmotiv, das Schulleiter Heinz Lingen ausgegeben hat. „Wir versuchen immer, der Veranstaltung einen roten Faden zu geben”, erklärt er. Dieser spannt sich außerdem stets zwischen der Messe zum Festbeginn um 11 Uhr und der abschließenden Disco für die Klassen „7 plus” bis 21 Uhr.

Als konfessionelle Schule, getragen vom Orden der Oblaten des Heiligen Franz von Sales, gehört die Eucharistiefeier selbstverständlich dazu. Hier kommt das gymnasiumseigene Blasorchester zum Einsatz, das zwischen 17 und 18 Uhr zum Kirmes-Zapfenstreich bläst. „Es ist eine wichtige Veranstaltung, die Kommunikation fördert”, erklärt Heinz Lingen. „Schule öffnet sich für die Region. Es ist die Einladung, eine Innensicht der schulischen Arbeit zu bekommen.”

Gut ein halbes Jahr Vorbereitungszeit benötigen Koordinator Heinz-Josef Beys und sein Lehrer-Kollegenteam, um die Aktivitäten der rund 600 Schüler der Unter- und Mittelstufe logistisch vorzubereiten, mit Hausmeister Detlev Keutmann die Strom- und Wasserversorgung zu besprechen und den Service-Plan für die 300 Schüler, 65 Lehrer und rund 100 engagierten Eltern zu schreiben.

Dabei sind in der Umsetzung der Phantasie wenig Grenzen gesetzt: Geschicklichkeit, Kraft-erprobung und Experimentierfreude werden angesprochen. So gehört das Science College seit 2010 zum Aktionsradius des Gymnasiums. Schwerpunkte sind: Robotik und Automatisierungsstraßen.

Eingeschränkt werden die Aktivitäten lediglich durch das Ordnungsamt Jülich. Dieses nimmt, so erklärt Beys, der seit rund 20 Jahren die Overbacher Kirmes „unter sich” hat, immer mehr Einfluss auf die Angebote. „Die Geisterbahn können wir nach jüngsten Abstimmungen mit dem Ordnungsamtsleiter nicht mehr machen.” Davon lassen die Schüler sich aber nicht schrecken.

Neben den Klassikern wie Glücksrad, Entenangeln und Bobbycar-Rennen soll es ein Schlittenhunde- rennen, einen Waveboard-Parcours und kreatives Zirkeltraining geben. Rund 70 Stände laden zum Bummeln, Erleben und natürlich auch zum Schlemmen ein. Bis dahin müssen aber noch die hauseigene Kleineisenbahn, der Overbach-Express, betankt und die Kassenkartons zugeklebt werden, denn so Heinz-Josef Beys: „Der Teufel steckt im Detail.”
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