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„Op dem Maat“ stonn die Jülicher Jecken

Von: ptj
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„Alaaf“ und „Jod Preck“ bei Sonnenschein auf dem Marktplatz zur Sessionseröffnung. Foto: Jagodzinska

Jülich. Pünktlich zur Sessionseröffnung durften die Jecken im Jülicher Land nach etlichen Regentagen wieder die Sonne genießen. Zu verdanken hatten sie diese Tatsache natürlich niemand Geringerem als Heinrich Ningelgen, Präsident der Historischen Gesellschaft Lazarus Strohmanus, wie dieser in der ihm eigenen Bescheidenheit betonte.

Mit „Alaaf“ und „Jod Preck“ starteten die sechs im Festausschuss vertretenen Vereine und etliche Gäste am Lazarusbrunnen in die Session: Die Karnevalsgesellschaften Rurblümchen und Rur-sternchen, der Ulk, Stopp dä Mutz Broich, die Stadtgarde und Lazarus Strohmanus. Das festlich-jecke Zusammensein umrahmte die Blaskapelle St. Jakobus Warden.

Eigenhändig und gekonnt schlug Sparkassenchef Uwe Willner das erste 50-Liter-Fässchen an: „Dat is janz jut jejange“, kommentierte Ningelgen die Aktion. Aufs Korn nahm der Lazarus-Präsident diesmal das Online-Rechtschreibprogramm, das er über das vereinseigene Lazaruslied hatte „laufen“ lassen. Auf Hochdeutsch programmiert, kam dieses mit „us Muttersproch“ natürlich überhaupt nicht zurecht, es kam nur Blödsinn heraus.

Mit nur einem Schlag!

Zur Marschmusik der Wardener Blaskapelle nahmen die Jecken nun Aufstellung und marschierten um 11.11 Uhr im Festzug zur Bühne am Alten Rathaus, wo die Band „Fun for you“ aufspielte. Mit sicherer Hand und nur einem Schlag mit Ningelgens Holzhammer brachte Bürgermeister Heinrich Stommel das Freibier zum Strömen, das er jedes Jahr zu diesem Anlass spendiert. „Och in de Situation, wo die Stadt keen Nüssele hat, Freibier hatt et immer jejewe“, vergaß er nicht zu betonen.

Mit kessem Bein- und Hüftschwung eröffnete die Stadtgarde das Bühnenprogramm, gefolgt von „Stopp dä Mutz“.

Im Anschluss präsentierte sich unter großem Jubel der vielen Jecken das neue Kinderdreigestirn: Prinz Roman (Crützen), Prinzessin Dana (Bertrams) und Bauer Kai (Sänger), begleitet von den beiden Pagen Jason Sänger und Manuel Mürkens.

Wer es noch nicht weiß, den konnte Christoph Albert Schröder, Vorsitzender des Festausschusses Jülicher Kengerzoch, informieren: „Seit in Köln 1963 die Jungfrau in eine Prinzessin umgewandelt wurde“, wird das auch in Jülich so gehandhabt.

Nach einem Heimatlieder-Intermezzo mit Bernd „Pflaumen“-Flücken traten die Rursternchen auf die Bühne. Mit dem Hexenturmlied setzte Wolfgang Gehlen den Schlusspunkt hinter eine erfolgreiche und heitere Sessionseröffnung auf dem Markt.

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