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Online-Portal: Jülich erhält weltweites Schaufenster

Von: ptj
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Die aktuelle Vorstandsbesetzung der Jülicher Werbegemeinschaft, ganz hinten der Vorsitzende Wolfgang Hommel. Foto: Jagodzinska

Jülich. Die Jülicher Werbegemeinschaft steuert auf ein großangelegtes gemeinsames Online-Portal unter der Domain „meinJuelich.de“ zu. Darin präsentiert sich die Herzogstadt als Onlinekaufhaus, vernetzt mit der ganzen digitalen Welt.

Hintergrund ist die Tatsache, dass „Online-Shops und -Services dem Einzelhandel das Lebens schwer und das Internet zum mächtigsten Wettbewerber des Handels machen“. Über 50 Millionen Menschen in Deutschland seien Internetnutzer. So stellte Alexander Derichs von der im Technologiezentrum Jülich (TZJ) ansässigen Medienagentur „looping“ die Situation dar. Gemeinsam mit seinen Kollegen, Franz-Anton Derichs und Techniker Alan Kaussen, hatte er für den lokalen Handel in Jülich einen Entwurf vorbereitet.

„Schaufenster müssen heute zum Kunden kommen, in die digitale Welt“, betonte Werbegemeinschaftsvorsitzender Wolfgang Hommel. Für eine moderne Forschungsstadt sei eine Broschüre nicht mehr zeitgemäß: „Wir müssen dafür sorgen, dass der Verbraucher mit seinem Endgerät die Informationen abrufen kann und Lust bekommt, sich das am nächsten Tag in Jülich zu kaufen.“ Zudem ginge es darum, „Jülicher bei der Verantwortung zu packen“.

Leerstände seien ein Zeichen für sinkende Kaufkraft. Ein gemeinsames Online-Marketing habe große Wirksamkeit. Das avisierte Online-Portal mit hochwertiger Technik, für das insgesamt „ermutigende“ 25 der 85 Mitglieder der Werbegemeinschaft in der Versammlung grünes Licht gaben, sei auch für Web-Einsteiger leicht zu bedienen und zu pflegen und eine optimale Präsentationsmöglichkeit für die Händler. Dem Vorstand der Werbegemeinschaft schwebt eine dynamische Plattform mit animierten Angeboten auf der Startseite vor. Mit einem Klick gelangt der Kunde zu der Auswahlmöglichkeit Händler und Angebote.

Jeder Händler solle zunächst mit fünf Angeboten präsent sein, die er nach Lust und Laune stündlich wechseln könne. Der Kunde kann Artikel reservieren, Probefahrten vereinbaren und natürlich interessante Angebote an Bekannte weiterleiten. Denn „Vernetzen in jeder Form ist der Sinn des Ganzen“. Hommel schlug vor, das Projekt zunächst auf drei Jahre zu begrenzen. Der Grundstock sei aus dem Etat der Werbegemeinschaft finanzierbar, die über „geordnete Finanzen mit einem kleinen Überschuss verfügt und Rücklagen geschaffen hat“. Während dieser drei Jahre veranschlagte Hommel rund 50 Euro pro Händler und Monat als Beteiligung, getreu dem Motto: „Was nichts kostet, ist auch nichts.“ Zudem „kann das Projekt nur leben, wenn es von jedem mit Leben gefüllt wird“. Weiteres sollen in einer separaten Mitgliederversammlung geklärt werden.

Ins Tagesthema eingeführt hatte Dezernentin Katarina Esser. Exemplarisch beschränkte sie sich auf die Aufgaben des Stadtmarketings, das „zur Stadt Jülich zurückgeholt worden“ sei. Sie benannte etwa die Erarbeitung von Basismodulen, Image- und Informationsbroschüren, Internetpräsenz, Datenerfassung und Bildarchiven. Ziel aller Arbeitskreise in den Themenbereichen Entwicklung, Marketing oder Marktplatz sei es, die Innenstadt zu attraktivieren. Schwerpunkt sei dabei die Ankurbelung des Historismus im Tourismuskonzept. Zu den Schlaglichtern zähle 2014 ein Schwerpunktzentrum zur Via Belgica in Jülich und die Nutzung des ehemaligen Zeitungskiosks auf dem Schlossplatz als Tourismusinformationscenter. Die Arbeiten an letzteren werden nach Schätzungen der Dezernentin bereits im Oktober abgeschlossen sein.

Mit dem ganzheitlichen Konzept „Jülich 20/20“ verfolge das Stadtmarketing strategische Ziele. Es sei „noch viel zu tun“. So habe sich unter anderem nur ein Jülicher Hotel als Drei-Sterne-Haus qualifiziert. Zum ersten Mal werde ein von allen Fraktionen gestaltetes Stadtentwicklungskonzept vom Rat begleitet, das aber nur „mit allen Akteuren zu schultern“ sei. Ihr Fazit: „Nur, wenn wir in Bewegung kommen, werden wir das positiv gestalten.“

Die Regularien der Werbegemeinschaft waren erstmalig nur eine Randerscheinung. Als Termine 2013 wurden das Erntedankfest vom 4. bis 6. Oktober, die Weihnachtsmarkteröffnung am 23. November, Weihnachtsverlosung und -beleuchtung genannt. Hierbei handelt es sich um die stromsparende Ausführung der Stadtwerke, die dieses Angebot im zweiten Jahr in Folge kostenfrei unterbreitet haben.

Bei turnusmäßigen Neuwahlen wurden Andreas Ingelsperger, Benjamin Loevenich und Thorsten Baulig für die nächsten zwei Jahre als Beisitzer gewählt.

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