Örtlicher Numerus Clausus als Schutzwall

Von: ars
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Kunst und Kultur am Campus Jü
Kunst und Kultur am Campus Jülich der Fachhochschule Aachen: Der Künstler Stefan Wissel (2.v.r.) präsentiert sich mit Rektor Marcus Baumann, Campus-Sprecherin Angelika Merschenz-Quack und Jülichs Bürgermeister Heinrich Stommel (von rechts) vor seine Kunstwerk „Pas de Deux” oder auch „Twister” mit der Band „Mariachi Ludos”. Foto: Schenk

Jülich. Nach dem Neubau ist vor dem Neubau: Mittlerweile sei es „fast normal, dass unsere FH einen neuen Standort hat”, bekräftigte Jülichs Bürgermeister Heinrich Stommel auf dem Jahresempfang am Campus Jülich. Allerdings wird bereits kräftig an einer Erweiterung gearbeitet.

Während im Mensabereich derzeit schon neuer Aufenthalts- und Arbeitsraum für die Studenten entsteht, plant das Rektorat außerdem ein zusätzliches Hörsaalgebäude, um die Menge an Studenten zu bewältigen, wie Rektor Prof. Marcus Baumann erklärte.

Derzeit beheimatet die Fachhochschule Aachen über 10.000 Studierende, ein Drittel davon am Standort Jülich. Vor ein paar Jahren seien es noch mit 8 000 insgesamt deutlich weniger gewesen, das mit demselben Personal gestemmt wurde.

Mit dem aktuellen Bau zeigte sich der Rektor recht zufrieden, auch wenn es Verbesserungsbedarf gäbe und „das eine oder andere bereits wieder kaputt” ginge. Allerdings habe die FH einen „Orts-NC” (Numerus Clausus) als Zulassungsbeschränkung beantragt, um die Studentenzahl zu bewältigen, die deutlich über den Kapazitäten lägen. Dieses Vorgehen diene dem Schutz der Hochschule. Ansonsten müsse die Einrichtung alle Menschen aufnehmen, die sich einschrieben.

Die Bildung habe für die Stadt höchste Priorität, berichtete der Bürgermeister und sprach in diesem Zusammenhang die zahlreichen Projekte wie Jugendgästehaus am Brückenkopf-Park und den Ausbau von KG und der künftigen Sekundarschule auf dem Gelände des Schulzentrums an.

Konkrete Pläne zur Neugestaltung des ehemaligen FH-Geländes am Ginsterweg nannte er indes nicht: „Es will gut überlegt sein, was daraus wird.” Eine Ideenwerkstatt habe sich im November vergangenen Jahres mit dem Thema befasst, um das Areal „als Chance für die Stadtentwicklung zu nutzen”.

Kunst-Gedanken

„Kunst und Technik gehen Hand in Hand”, unterstrich Prof. Angelika Merschenz-Quack, Sprecherin des Campus Jülich, in ihrer Rede über „Kunst am (und) Bau 1972 - 2012” am Campus.

Von der „eisernen Hand” aus Corten-Stahl, die der Bildhauer Franz Gutmann zwischen 1970 und 1972 erstellte und die den Standortwechsel mit vollzog, über das „Pavimento”, einer Gestaltung aus blau gefärbtem Epoxidharz mit dem Grundriss des Auditoriums im Boden desselben von Sery C alias Prof. Christian Sery aus dem Jahr 1998, zog die Professorin den Bogen bis hin zum neuesten Kunstwerk, dem „Twister” oder „Pas de deux” von Stefan Wissel.

Persönlich anwesend beschrieb dieser anschaulich, wie er sich vor Ort von der Atmosphäre inspirieren ließ, um mit den autonomen Charakter des Jülicher Studentenlebens zu veranschaulichen. So könne sich der wissenschaftliche Nachwuchs „jahrelang auf dem Platz aufhalten, ohne den Standort zu wechseln”.

So habe er zwei Wendeltreppen erschaffen, die mit einer Plattform verbunden seien, nicht als Aussichtspunkt, sondern lediglich mit dem Zweck, wieder hinunterzugehen, „eine absurde Situation”.

Kultur und Internationalität sind tief verwurzelt am Campus Jülich. Dies bewies auch das Ensemble „Mariachi Ludos” aus deutschen, mexikanischen, argentinischen und amerikanischen Studenten. Sie präsentierten eindrucksvoll mit Gitarren, Bass, Trompeten und Gesang traditionelle mexikanische Musik à la „Besame mucho” und „Serenata huasteca”.
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