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Ökumenisches Kunstprojekt: „Leidlinien” sollen verbinden

Von: Antonius Wolters
Letzte Aktualisierung:
Propsteikirche Walter Dohmen
Propsteikirche Walter Dohmen Die Gequälten Foto: Wolters

Jülich. Das Festjahr zum 700. Todestag der Seligen Christina von Stommeln und das Luther-Jahr 2012 nutzen die Propsteigemeinde und die Evangelische Gemeinde Jülich zum ökomenischen Kunstprojekt „Leidlinien”, das beide Gotteshäuser einbezieht.

Während in der Propsteikirche vom 24. März bis 6. April die Druckstöcke zum sechsteiligen Holzschnitt-Zyklus „Die Gequälten” des Druckkünstlers Walter Dohmen aus Langerwehe im Altarraum ausgestellt sind, zeigt die Christuskirche im gleichen Zeitraum die zugehörigen Abzüge.

Die Eröffnung der Ausstellung erfolgt am Sonntag, 25. März, um 10.45 Uhr im Rahmen einer heiligen Messe in der Propsteikirche mit anschließender Vernissage, zu der auch der Künstler kommt. Beide Ausstellungen werden Karsamstag abgebaut. In der Zusamenführung sind Druckstöcke und -fahnen anschließend vom 8. bis 22. April im Museum Zitadelle in der Schlosskapelle zu sehen.

Ironie des Schicksals

Der Holzschnitt-Zyklus „Die Gequälten”, den der weltweit bekannte Druckkünstler Walter Dohmen 1991 im Format 55x300 cm geschaffen hat, fügt sich hervorragend in die Fasten- und Passionszeit ein. Es ist vielleicht eine Ironie des Schicksals, dass Dohmen, während er an seinem Werk arbeitete, von dem Thema eingeholt wurde und den Tod seiner Ehefrau verkraften musste.

Hoch aufgerichtet dominieren die monumentalen Druckstöcke aus Tannenholz derzeit den Altarraum der Propsteikirche. Der Bezug zur Seligen Christina ist ebenfalls offenkundig, die als Mystikerin das Leiden Christi nachempfunden hat.

So sind die Kunstwerke zwei Wochen lang in den religiösen Kontext eingebettet mit diversen Messen und musikalischen Beiträgen zur Passion in der Propsteikirche, während bei der übergreifenden Schau im Museum Zitadelle der rein künstlerische Aspekt stärker in den Vordergrund gestellt wird.

Dort kommen auch die beiden Kooperationspartner - die Katholische Studentengemeinde Jülich, die beispielsweise ein Videoprojekt plant, und das Gymnasium Zitadelle zum Zuge, wo der Bilder-Zyklus im Unterricht behandelt wird.

Neubewertung in Langerwehe

Die Gemeinde Langerwehe als Leihgeberin hatte die Druckstöcke zuletzt auf dem Speicher des Töpfereimuseums verwahrt. Durch das Interesse aus Jülich hat es offenbar in der Nachbarkommune eine Neubewertung des künstlerischen Gehalts gegeben: So sollen die Druckstöcke nach Ausstellungsende dauerhaft in der Kapelle Heistern gezeigt werden.
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