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Nur noch eine Spur: Simple Entschärfung am Königshäuschen?

Von: -vpu-
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Schwere Unfälle hat es an der Kreuzung Königshäuschen gegeben, wenn – wie hier der rote Pkw – Fahrzeuge von Koslar nach Jülich abbiegen und aus Jülich Geradeausverkehr und Rechtsabbieger nahen. Ein neuer Vorschlag zur Entschärfung sieht vor, die Abbiegespur (links auf dem Bild) zu sperren. Foto: Uerlings

Jülich. Die Verkehrsführung am Königshäuschen ist und bleibt ein Aufreger. Die Behörden wollen diese „Unfallhäufungsstelle“ mit einer Ampel entschärfen, die Fahrzeuge in Richtung Aldenhoven und Linksabbieger von Koslar nach Jülich zum Warten zwingt. Viele Pendler befürchten dadurch aber lange Rückstaus bis in die Jülicher Innenstadt hinein.

Am Donnerstag kam im Haupt- und Finanzausschuss ein vermeintlich simpler Vorschlag auf den Tisch, der vielleicht schnell und wirksam helfen kann: die Rechtsabbiegespur von Jülich nach Koslar sperren.

Harald Garding (SPD) hatte diese Anregung von Bürgern in den Raum gestellt. Damit soll nicht das Abbiegen nach Koslar verhindert werden, es wäre von der Geradeausspur aus weiter möglich. Auf diese Weise aber würde eine unübersichtliche Situation vermieden, die doch einige schwere Zusammenstöße verursacht hat. Wartende Linksabbieger aus Koslar fahren müssen nämlich zwei Spuren im Auge behalten. Sie fahren mitunter los, weil sie Fahrzeuge in Richtung Aldenhoven kaum erkennen. Bei einer Sperrung könnten sie sich auf eine Spur konzentrieren.

Diese Lösung fand auch Dr. Helmut Schumacher (CDU) als Koslarer sympathisch. Der Jülicher Ordnungsamtsleiter Hans Pinell wird diesen Vorschlag beim nächsten Treffen der „Überörtlichen Unfallkommission“ vortragen, denn die Stadt Jülich ist nicht selbst Herr des Verfahrens. Auch der Landesbetrieb Straßen, das Straßenverkehrsamt des Kreises Düren und natürlich die Polizei reden hier mit – Anfang Mai.

Die Jülicher Politik hatte sich mehrheitlich für einen Kreisverkehr ausgesprochen, weil der weniger Nachteile gegenüber einer Ampel habe. Die SPD halte eine Ampel wegen der Rückstaus „für eine fatale Fehlentscheidung“, so Harald Garding. Wolfgang Gunia (CDU) sah die „Macht des Faktischen“: „Wenn eine Ampel da ist, ist die immer da.“

Grundsätzlich bleibt abzuwarten, wie sich die Verkehrsströme von Koslar nach Jülich entwickeln, wenn die Umgehungsstraße für den großen Stadtteil fertig sein sollte. In diesem Jahr gehen die Arbeiten nach Mitteilungen des Düsseldorfer Ministeriums weiter. Wenn auch 2015 Mittel zur Verfügung gestellt werden, könnte die Umgehung also im nächsten Jahr vielleicht fertig sein. Die Prognosen sehen so aus, dass dann an der heutigen Unfallhäufungsstelle Königshäuschen viel weniger Fahrzeuge zu erwarten sind, die nach Jülich abbiegen.

Ordnungsamtschef Pinell hatte im Ausschuss noch einmal dargelegt, dass der Landesbetrieb Straßen eine Kreisverkehr-Lösung „in den nächsten Jahren auf keinen Fall“ realisieren werde.

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