Noiseless-Festival im Zauber zweier Städte

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Fast fünf Stunden lang verzau
Fast fünf Stunden lang verzauberten die sechs Formationen aus Grevenbroich und Jülich das Publikum.

Jülich. Trotz schönen Wetters und verschiedener Veranstaltungen fanden wieder viele treue Zuhörer den Weg ins Dietrich-Bonhoeffer Haus zum NoiseLess Konzert. Hier wurde ein Abend der Extraklasse geboten.

Sechs Musikerformationen aus zwei Städten folgten dem Ruf des Mottos „Grevenbroich meets Jülich”, um gemeinsam auf der NoiseLess-Bühne zu stehen. Bevor es musikalisch losging, führte der Jülicher Historiker Guido von Bueren die beiden Städte, die im Mittelalter ihren Ursprung haben und ab heute nun auch musikalisch verbunden sind, auf eine Zeitreise

Einfühlsam

Den Anfang machte das Grevenbroich/Dormagener Trio „Tac for Two”, das bereits erahnen ließ, dass hier das musikalische Verständnis für Laien und Profis neu definiert wurde. So verzauberte die 15-jährige Alicia Wegner mit ihrer Stimme die sicherlich ihresgleichen sucht, einfühlsam begleitet von Aaron Görgens auf der Gitarre und Frederik Tillmann am Cajon. Eigene Stücke und ihre Interpretationen der Coverlieder wie „Wade in the Water” oder „Creep” zogen das Publikum in seinen Bann.

Das Jülicher Duo „The Outdrops” begeisterte mit einer Mischung aus schräger und melodischer Musik, vorzugsweise Coversongs unter anderem von Howlin Wolf und Radiohead bis hin zu eigenen Stücken. Danach enterte Foggy Haze aus Grevenbroich die NoiseLess-Bühne. Die Truppe um Sänger Ingo Schmitz wusste mit einer stimmigen Stückeauswahl zu begeistern. David Gray, Red Hot Chilly Peppers oder Smashing Pumpkins wurden gekonnt in ein akustisches Gewand gekleidet, tonal perfekt umgesetzt von Gitarrist Ralf Hausmann, Ausnahmebassist Stefan Pelzer-Florack und Cajonspieler Lambert Windges. Auch hier wurde die Band wie bei allen anderen Formationen nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen.

Das Brandt-Orchester um den Namensgeber und Leadsänger/Gitarristen Marlon Brandt setzte ein weiteres Highlight an diesem Abend. So verzauberten die Musiker nicht nur mit wunderschönen Liedern von Bruce Springsteen, Billy Bragg und einer überraschenden Version des Motörhead-Klassikers „Killed by Death” das Publikum, sondern auch mit dem mehrstimmigen Satzgesang von Andreas Kooy, Simone Monissen und Justine Catran, die hier auch mit Banjo und Gitarre, neben Ralf Hausmann, zu überzeugen wusste. Durch Jo Lisken stimmungsvoll am Cajon begleitet, ist diese Formation die musikalische „Grevenbroich-Jülicher” Freundschaft. Beim Xmas-NoiseLess im Dezember wird mehr von ihnen zu hören sein.

Stammgast

Eine liebgewonnene NoiseLess-Musikerin war und ist Lia Dolfus, die schon mehrmals als Bassistin mit ihrer Jülicher Band Psycho Luna auf der NoiseLess-Bühne stand. Glücklicherweise hat sie nun mit Dima Schukan an der Gitarre und Clara Bentancort am Cello ein weiteres musikalisches Projekt auf die Beine gestellt. Mit umwerfender Stimme und Stimmung wusste das Trio mit eigenen Liedern und Coversongs wie „Ohne Dich” von Selig zu begeistern. Im kommenden Jahr werden die drei ebenfalls mit ihrem kompletten Programm bei NoiseLess auftreten.

Last but not least Elixier, die Formation um Hajo Hintzen, gerne auch „Tiger aus Broich” genannt, begleitet von René Sorychta (git/voc), Olaf Butler am Bass, Michael „Crash” Höger am Cajon und als Überraschung Beate Heukeshofen, Sängerin der Jülicher Band 6aus49. Hier waren zum Schluss die „Kölschen Tön” von LSE angesagt, kaufte man doch glatt Hajo Hintzen den „Saunaboy” und den „Stinkefinger” ab. Als sprichwörtlicher Gegenpart mit der Stimme wie Samt und Seide begeisterte René Sorychta mit englischen Liedern unter anderem von Eric Clapton oder Randy Newman.
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