Jülich - Neues von den ersten Bauern im Jülicher Land

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Neues von den ersten Bauern im Jülicher Land

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Das Altdorfer Tälchen bei Inden zur Zeit der Bandkeramik (ca. 5000 v. Chr.). Foto: JGV

Jülich. Im Rahmen des Mittwochsclubs von Jülicher Geschichtsverein 1923 und Museum Zitadelle ist in der Schlosskapelle der Zitadelle ein weiterer Vortrag geplant.

Dr. Carsten Mischka von der Christian-Albrechts-Universität Kiel referieren am 24. November um 19.30 Uhr über das Thema: „Die Aldenhovener Platte vor 7000 Jahren. Neue Erkenntnisse zu den ersten Bauern im Jülicher Land”.

Innerhalb des Mittwochsclubs ist eine Vortragsreihe zum Thema „Wissenschaft im Wandel der Zeit - Rückblick, Zwischenbilanz und Perspektive zu 50 Jahren archäologischer Forschung auf der Aldenhovener Platte” ins Leben gerufen worden. Ziel ist es, in den kommenden Jahren die Archäologie der Aldenhovener Platte mit ihren teilweise spektakulären Ergebnissen wieder mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Seit mehr als 40 Jahren zählt die Linearbandkeramik, die Epoche der ersten Bauern im Rheinland, zu den besterforschten Abschnitten der Urgeschichte. Die enorme Umgestaltung der Landschaft durch den Braunkohletagebau ermöglichte es, in einer bisher nicht erreichten Auflösung die Zeit von vor 7000 Jahren zu untersuchen. Gerade im Gebiet der Aldenhovener Platte wurden dabei neue Methoden der archäologischen Forschung und Analyse des Fundmaterials entwickelt, die heutzutage als Standard gelten.

Diese Entwicklung führte dazu, dass - einzigartig in Europa - ein detailliertes Bild darüber erarbeitet wurde, wer wann wo wohnte, mit wem im Kontakt stand, und welche soziale Stellung er hatte. Die Ausgrabungen 2000-2003 bei Inden/Altdorf sollen als Beispiel dafür dienen, wie eine komplette Siedlungsgruppe der Bandkeramik nach dem modernsten Stand der Technik ausgegraben wurde. Zudem werden die Erkenntnisse über die sozialen Prozesse der damaligen Zeit aus den Grabungsergebnissen abgeleitet.

Auch die neuesten Entwicklungen sollen thematisiert. Kann es sein, dass unsere bisherigen Interpretationen alle überholt sind? Was passiert eigentlich, wenn sich auf einmal herausstellt, dass unser Bild bisher falsch war? Dass die Forschung in die falsche Richtung ging? Die neuesten Ergebnisse aus Arnoldsweiler zeigen zumindest, dass der Umgang mit der menschliche Urgeschichte niemals zur Routine werden kann und werden darf. Der Eintritt ist frei!
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