alemannia logo frei Teaser Freisteller

Neuer FH-Campus: Besichtigungen statt vieler Reden

Von: ars
Letzte Aktualisierung:
fhempfang2-
Rektor Prof. Marcus Baumann (r.) und die Dekane der Jülicher Fachbereiche, Prof. Manfred Biselli, Prof. Volker Sander und Prof. Josef Hodapp, präsentieren den Neubau des Campus Jülich der FH Aachen. Foto: Schenk

Jülich/Aachen. „2010 war alles anders” lautete das Motto des Jahresempfangs der Fachhochschule Aachen in Jülich. Entsprechend völlig anders als gewohnt verlief auch der Empfang. Statt großer Reden stand eine Besichtigung des neu erbauten Standortes auf dem Plan.

Zu Beginn erklärte Campus-Sprecherin Prof. Angelika Merschenz-Quack, dass sie die Gäste „in die Sonne schicken” wolle.

Allerdings schränkte sie ein, dass die Besucher „nicht alles beim Rundgang perfekt finden” würden, weil eben „noch lange nicht alles fertig” sei. Auch Prof. Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen, bat die Gäste, sich davon „zu überzeugen, dass das Geld des Steuerzahlers gut angelegt” sei, und zwar in hervorragende Labors und Hörsäle. Dabei sei noch nicht alles Gold: „Wenn Sie umziehen ist auch nicht alles gleich perfekt.”

Ein Grund dafür sei, dass von einer geringeren Studentenzahl ausgegangen und bei der prosperierenden Fachhochschule der Endzustand noch nicht erreicht ist. So sei bereits geplant, den Standort aufzuwerten, unter anderem durch eine Sportanlage. So bekräftigte der Rektor, „dass wir mit einem gewissen Optimismus in die Zukunft blicken können.”

Vorwurf des „Gefängnisgefühls” erntet Widerspruch

Kritische Aspekte zum Neubau erklangen bereits im Vorfeld der Veranstaltung, unter anderem auf der Homepage des AStA der Fachhochschule. Indirekt begrüßte Harald Lange, Niederlassungsleiter des Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB) Aachen, die Kritik. Es sei „schlimm, wenn alles still und leise” vor sich gehe und es keine Rückmeldungen gebe, sondern Gleichgültigkeit überwiege. „Es braucht Zeit, bis alle individuellen Ansprüche befriedigt werden können”, sagte er. Indes widersprach er unter anderem dem vom AStA vermittelten „Gefängnisgefühl in der gesamten FH”.

In seinem Vortrag „Zwischen Pathos und Leere oder Die Hochschule als Wohnzimmer” verglich er anhand von Bildern den Jülicher Campus als lebendige Hochschule mit ständigem Wechsel von Themen und Inhalten, dauernder Fortentwicklung und Unruhe mit dem Justizzentrum Aachen als Gebäude der Macht mit dem Bewusstsein der Ausübung staatlicher Gewalt, das keinen Raum für individuelle Ausprägungen zuließe: „Die Innovationszyklen der Justiz sind ganz anders getaktet als die der Hochschule.”

Bevor sich die Gäste bei einer Führung, die von Prof. Britta Ritzal und einigen Studenten geleitet wurden, sich selber ein Bild von dem Gebäude machten, galt es noch, einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr zu werfen. Dabei erwähnte die Campus-Sprecherin neue Mitarbeiter sowie die Professoren Dr. Isabel Kuperjans und Dr. Karl Ziemons.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert