Jülich - Neue Geschichten rund um Edukator „Anton Hinlegen”

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Neue Geschichten rund um Edukator „Anton Hinlegen”

Von: ng
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Wendelin Haverkamp begeisterte mit seinen Geschichten rund um den Edukator „Anton Hinlegen” auch Gastgeberin Eva Behrens-Hommel von der Buchhandlung Fischer. Foto: Gottfroh

Jülich. Getreu dem Motto „Aller guten Dinge sind drei” präsentierte die Buchhandlung Fischer eine Lesung des Aachener Kabarettisten Wendelin Haverkamp. Zum dritten Mal saß das Multitalent, das als Buchautor, Kabarettist und Musiker und Kolumnist große Erfolge feiert, am Lesepult in der Jülicher Buchhandlung, die in diesem Jahr 140-jähriges Jubiläum feiert.

Im voll besetzten Haus las Haverkamp aus seinem aktuellen Buch „Wenn der Edukator erzählt - TeilII”. Ein solches Schmankerl wollten sich langjährige Fans des Satirikers und neugierige Haverkamp-Neulinge nicht entgehen lassen.

Wer mit großen Erwartungen zur Lesung gekommen war, wurde nicht enttäuscht. Bereits nach der ersten Geschichte dieser szenischen Lesung, in der Haverkamp dem Publikum Geschichten um Anton Hinlegen präsentierte, dem wohl „berühmtesten Edukator der Jetzt-Zeit”, war rasch klar: Bei Haverkamp ist perfekte Unterhaltung mit scharfsinnigem Witz programmiert.

Die Art, wie er in die Rolle des Edukators vom „Karl-Heinz-Plum-Guminasium” schlüpfte, die skurrilen, ironisch-satirischen, oftmals bissigen und spitzfindigen Alltagsanekdoten des Lehrers mit variierenden Tonlagen vortrug, löste Lachsalven in der Buchhandlung aus. Unter den Geschichten war mancher Klassiker, der Hauptanteil der neuen „Hinlegen-Fiebel” liege jedoch bei den unveröffentlichten Texten aus dem Leben des Edukators, so Haverkamp.

Die schönsten Episoden

Die Zuhörer lauschten den schönsten Episoden aus der Bildungsstätte, wo Anton Hinlegen stets „morgendliche Kulturschocks” und die „genialen Aktivitäten pubertierender Schüler” erwarten. Vorkommnisse aus dem Schulalltag wurden in den Geschichten „Elternsprechtag”, „These, Antithese, Prothese”, „Der Literaturworkshop”, „Das Mündliche”, „Die Prüfungskommission” oder dem Klassiker „Die Bundesjugendspiele” kongenial verarbeitet.

Doch nicht nur mit „Anton Hinlegen” hat Haverkamp eine schillernde Figur geschaffen, auch der Figurenkosmos um den Edukator begeisterte die Zuhörer. Seinen Kollegen, unter anderem Musikpädagogin Fräulein Müller-Siebenknick, Kunstlehrer Neuner, Sportkollege Kreuzbein, als auch den Schülern, deren Eltern und seiner besseren Hälfte, Gattin Inge, hat er zu verdanken, dass seine Konzerntration und die Nerven leiden und er deshalb mit seinem engsten Vertrauten, Religionspädagogen Monsignore Stramm, häufiger mal zur Cognac-Flasche greifen muss.

Als das Publikum am Ende der Lesung zwar begeistert applaudierte, jedoch keine Anstalten machte, sich von seinen Plätzen zu erheben, gab der Autor noch eine weitere Geschichte aus dem „Guminasium” zum Besten und beendete anschließend einen Abend mit höchstem Unterhaltungswert bei einer Autogrammstunde und einem kühlen Bier. Sicherlich hat der unverwechselbare Wendelin Haverkamp in der Herzogstadt neue Fans gefunden.
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