Jülich - Neubauten ersetzen Wallgraben-Häuser

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Neubauten ersetzen Wallgraben-Häuser

Von: hfs.
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Die Tage dieser Wohnanlage Am Wallgraben in Jülich sind gezählt. Die Bewohner sind längst ausgezogen, die Abrissbagger sollen so schnell wie möglich anrücken. Foto: hfs.

Jülich. Die Vorstellung eines großen neuen Wohnkomplexes mit insgesamt über 40 Wohnungen war gerade einmal erläutert, die Ausschussmitglieder noch gedanklich damit befasst, da gab es schon den Aufstellungsbeschluss für eine in Z-Form angelegte Wohnanlage „Am Wallgraben 21-27“. Von diesem Tempo fühlten sich zwar einige Kommunalpolitiker leicht überfordert, aber die Entscheidung fiel einstimmig.

Der Komplex wird die jetzigen drei Altbauten ersetzen, die sukzessive abgerissen werden. „Es ist keine neue Seniorenwohnanlage, und sie wird auch nicht von der WOGE Jülich, sondern von der Rurbau GmbH gebaut“, meinte der mit dem Neubau beauftragte Architekt Jörg Aldinger zur falsch verfassten Sitzungsvorlage gleich zu Beginn seiner Ausführungen.

Die Entscheidungsträger im Jülicher Fachausschuss sahen die Ansichtspläne zum ersten Mal. Daher sorgte die Eile im Verfahren für Verwunderung bei dem einen oder anderen Ausschussmitglied. „Werden wir jetzt immer im Schnellverfahren Aufstellungsbeschlüsse fassen?“, fragte Jürgen Laufs als Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. Er schob nach: „Soll das ein Signal an Investoren sein, dass es jetzt in Jülich zügig bei Bauentscheidungen zugeht?“

Beigeordneter Martin Schulz warb für eine schnelle Zustimmung zum Bebauungsplan. „Denn eines der alten Gebäude steht schon leer, es soll so schnell wie möglich abgerissen werden. Außerdem soll so schnell wie möglich gebaut werden“, sagte der stellvertretende Leiter der Jülicher Stadtverwaltung.

Schulz bekam „seinen“ Beschluss für drei neue Wohnanlagen, die am nördlichen Rand der Innenstadt in unmittelbarer Nähe zur Festung Zitadelle gebaut werden. „Sie befinden sich in einem städtebaulichen Gefüge, das auch nicht zerstört werden soll“, erklärte Architekt Aldinger.

Auf dem knapp 6500 Quadratmeter großen Areal werden nunmehr drei Doppelgebäude in Z-Form errichtet, wobei die schlanken Stirngiebelseiten in Richtung Zitadelle zeigen. Die Flächen, so führte der Architekt weiter aus, „sind gegenüber dem jetzigen Bebauungsplan noch durchlässiger gestaltet“.

Maximal werden in jedem Gebäude 10 bis 14 Wohneinheiten auf jeweils drei Geschosse verteilt, in Größen von 70 bis zu 100 Quadratmetern. Die Wohnungen können über ein zentrales Treppenhaus mit Lift erreicht werden, sind barrierefrei geplant beziehungsweise werden auch behindertengerecht sein, unterstrich Aldinger.

Der Planer aus Stuttgart stellte heraus, dass die Wohnungen keine Balkone, „sondern jeweils über eine Loggia verfügen, die den Blick ins Grüne freigeben“. Zu jedem Gebäude gehört ein zentraler Hof mit Garagen.

Aldinger regte an, die Wohnungen über eine zentrale Energieanlage zu versorgen. Über die Kosten wurde nicht gesprochen. Sie dürften siebenstellig sein.

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