Jülich - Neo-Nazi-Parolen verschandeln Innenstadt

Neo-Nazi-Parolen verschandeln Innenstadt

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Laternenmasten, Hauswände, Schaufenster und sogar das Mahnmal am Probst-Bechte-Platz mussten für die braunen Parolen herhalten.

Jülich. In der Jülicher Innenstadt springen in diesen Tagen vermehrt rechtsradikale Aufkleber ins Auge. Diese beziehen sich auf eine Veranstaltung in Stolberg.

Eine dortige Demonstration wird als Fackellauf und Trauermarsch proklamiert. Mit den Parolen „Kriminelle Ausländer morden” oder „Multikultur tötet” wurden unter anderem Teile der Düsseldorfer Straße, der Kölnstraße und das Mahnmal am Probst-Bechte-Platz verschandelt.

Zudem prangten die - vornehmlich schwarzen - Kleber auf den Fensterscheiben des Jülicher SPD-Büros am Walramplatz und zunehmend auch am Bahnhof.

Angesichts der Ortslagen - belebte Straßen und Plätze - fällt auf, dass die Aufkleber immer dreister platziert werden und besonders das öffentliche Leben betreffen. Durch Hinweise unserer Redaktion wurde auch die Stadt Jülich auf dieses Problem aufmerksam.

Hans Pinell vom Ordnungsamt versicherte aber, dass dem Problem sofort nachgegangen würde. „Das ist im weitesten Sinne ein nicht genehmigtes Plakattieren, dessen wir uns natürlich annehmen”, erklärte er. Zudem prüft das Ordnungsamt nun, ob Anzeige erstattet wird.

In vielen Fällen griffen Jülicher allerdings schon zur Selbsthilfe: Sie rissen die Aufkleber ab und entsorgten den Müll.

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