„Natural Voices” ernten stehende Ovationen

Von: ptj
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Volles Haus bei ihrem ersten K
Volles Haus bei ihrem ersten Konzert: (V.l.) Claudia Maintz, Alexandra Kaldenbach, Ingrid Königs, Karin und Dietmar Brock sind die „Natural Voices”. Foto: Jagodzinska

Jülich. Die Jülicher Schlosskapell war jüngst Schauplatz einer kleine n Sensation: Das A-cappella-Ensemble „Natural Voices”, das seit 15 Jahren „privat auf dem Sofa probt und sich einfach mal vorstellen” wollte, hatte zur Premiere gleich ein volles Haus - der Traum eines jeden Veranstalters.

Zudem wurden die vier singenden Ladies in Begleitung eines musikalischen Herren begeistert gefeiert.

Gemeinsam hat das Ensemble aus der Region weit über 100 Jahre Gesangserfahrung gesammelt. Moderatorin Karin Brock beispielsweise, die mit „nem Bass verheiratet ist”, nämlich mit Dietmar Brock, begann ihre Karriere bereits im Kinderchor und kleinen Chor Aldenhoven und machte zehn Jahre Barockmusik in der Musikschule. Als Erwachsene erklang ihre voluminöse Stimme in Jazzband, Bigband und im Brock-Quartett/Quintett. Ferner sang sie im Gospelchor „Choral Society”, um später mit ihrem Mann die „Natural Voices” zu gründen.

Ihr Repertoire eröffneten die A-cappella-Sänger mit einigen Traditionnels, von „Amazing Grace” bis zum einschmeichelnden Gospel „He is always close to you” von Martin Carbow, der sich mit Gottes Nähe im Alltag auseinandersetzt. Eine Wohltat waren die fünf schönen und verschiedenartigen Stimmen, die abwechselnd als Solo und im harmonischen Backgroundsound zu hören waren.

Neben den Brocks aus Niederzier singen Alexandra Kaldenbach aus Aldenhoven, deren Altstimme genauso variabel ist wie die Sopranstimmen von Claudia Maintz und Ingrid Königs aus Niederzier. „Wir singen alle alles, das macht den Reiz aus”, hatte es Brock zuvor treffend auf den Punkt gebracht.

Mit „Sitting on the dock of the bay” von Soul-Sänger Otis Redding wechselten die „Natural Voices” ins modernere Repertoire, das gleichzeitig größeren Anspruch an die Vielseitigkeit der Stimmen stellte, die den fehlenden Instrumentalsound ersetzen. Dieses Repertoire war im Laufe der Jahre durch die Musikwünsche vieler Bräute gewachsen, die das erstklassige A-cappella-Ensemble für ihre Hochzeit engagiert hatten.

Bravo-Rufe begleiteten den donnernden Applaus nach dem Rhythm-&-Blues-Hit „Stand by me” von Ben E. King, arrangiert von Mac Huff. Begeistertes Gekreische folgte auf „Aint no sunshine” von Bill Withers, im Choral-Arrangement von Jetse Bremer. Besonderen Anspruch an die breit gefächerte Stimmleistung setzten „Lift your head up high” von Lothar Atwell/Martin Carbow und das letzte Konzertstück „Soulfood to go” von Djavan mit dem dadaistischer Text von Douglas Flieg.

Arrangeur ist wiederum Martin Carbow. Keine Frage, nach den standing ovations hatten die Interpreten eine Zugabe im Gepäck, das gefühlsbetonte „Thats what friends are for” von Carole Bayer Sager, arrangiert von Irene Perdahl.

Für die tolle Lichttechnik war Thomas Maintz verantwortlich, der als Ehemann von Sängerin Claudia Maintz quasi zur Familie gehört. Die „natürlichen Stimmen”, die ob der großen Resonanz zunächst „völlig baff” waren, werden bestimmt noch etliche erfolgreiche Konzerte geben.
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